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Nettetal: Skateranlage könnte besser sein

Nettetal : Skateranlage könnte besser sein

Zum vierten Mal traf sich die Szene in Kaldenkirchen-Kreuzmönchdorf.

Streetworkerin Marie-Luise Hellekamps lässt sich von den dunklen Wolken nicht einschüchtern: "Wir ziehen das heute hier durch", sagt sie resolut. Mit Skatern und Zuschauern sucht sie Zuflucht unter einem Pavillon, um dann den vierten Skaterjam zu beginnen. Dank der Kuchenspenden einiger Mütter, großem Grill und Musik von DJ Deen Da Funk ist die Stimmung prächtig.

"Der Skaterjam ist von Jahr zu Jahr gewachsen, aber familiär geblieben", stellt Sebastian (25) fest. Er ist einer der vier Organisatoren. Das Wetter sei kein echtes Hindernis: "Die Stimmung war von Anfang an so gut, dass wir nicht abgesagt haben", erzählt Sebastian. Er skatet seit zehn Jahren und begleitet den Skaterjam bereits seit dessen Beginn vor vier Jahren.

Die Veranstaltung lockte gut 100 Besucher aus dem Kreisgebiet, Mönchengladbach und Krefeld zur Skateranlage in Kreuzmönchdorf. Darunter waren Johanna (24) und Ela (20). Sie drehen für ein Hochschulseminar in einem sozial orientierten Studiengang einen Film über Streetwork in Nettetal. Aktionen wie den Skaterjam nutzen sie als Beispiel. "Viele Menschen, auch unsere Kommilitonen, wissen gar nicht, was Streetwork überhaupt ist und welch große Bedeutung die Arbeit hat. Da die Mitarbeiter der Szene sehr offen sind, hoffen wir auf aussagekräftiges Material, um zu zeigen, wie wichtig Streetwork ist. Das wird auch in der Hochschule kaum thematisiert", sagt Johanna.

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Am Contest selbst nehmen 24 Skater teil. Sie beweisen ihr unterschiedliches Können auf der Bahn, den Rampen und an den "Obstacles" (Hindernissen). Der Wettbewerb richtete sich speziell an nicht gesponsorte Skater. Anlagen wie die in Kaldenkirchen oder Süchteln seien wichtig für die Jugendlichen in den Orten, findet Sebastian. "Wenn man als Skater in eine neue Nachbarschaft zieht und noch niemanden kennt, geht man mit seinem Board auf einen der Plätze und wird sofort angenommen", berichtet er. Aber die Skater haben auch Verbesserungsvorschläge: "Der Bodenbelag ist nicht gut. Man muss bei diesem Sport mit Stürzen rechnen, und auf diesem Boden ist die Verletzungsgefahr viel zu hoch", meint Sebastian. Jan (16), Elias (14) und Fabian (16) stimmen der Einschätzung zu. "Die Anlage sollte umgestaltet werden, einige der Rampen stehen falsch und der Boden ist schlecht", bestätigt Elias. Jan wünscht sich ein größeres Gelände und abwechslungsreichere Hindernisse, mit denen auch BMX- und Scooter-Turniere möglich wären.

"In Süchteln ist das besser gelungen. Wenn der Platz hier umgestaltet wird, sollte man sich mit den Skatern zusammensetzen, um ein besseres Konzept zu finden", sagt Fabian, der es beim Contest auf den dritten Platz erreicht. Gemeinsam mit dem Zweitplatzierten, Adam (16) aus Kaldenkirchen, und dem Erstplatzierten Georg (19) aus Korschenbroich, kann der Lobbericher Jugendliche sich über Preise aus dem bekannten Skatershop Titus in Münster freuen.

(amey)