Kommunalwahl in Nettetal: Sieben Fraktionen bestimmen künftig die Politik

Kommunalwahl in Nettetal: Sieben Fraktionen bestimmen künftig die Politik

Der Stadtrat wird in der neuen Wahlzeit noch etwas bunter. Neben CDU, SPD, FDP und Grünen zogen erneut die Wählergemeinschaften WIN und ABN in den Rat ein. Neu im Gremium ist die AfD, der bekanntlich auch der Sprung in den Kreistag gelang.

CDU-Vorsitzender Jürgen Boyxen hatte das Ergebnis für seine Partei in etwa so erwartet. Der Verlust von knapp zwei Prozent der Stimmen entspreche der Verbreiterung des Parteinspektrums. 21 Sitze hat die CDU jetzt. "Ich hatte, ehrlich gesagt, auch nie mehr als 46 bis 47 Prozent erwartet", räumte er ein.

Tanja Janßen, SPD-Vorsitzende in Nettetal, bedauerte sehr, dass die angestrebte Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters knapp verfehlt wurde. Zufrieden äußerte sie sich, wie die Fraktionsvorsitzende Renate Dyck, darüber, dass ihre Partei den Abwärtstrend aufhielt und zehn Sitze hat. "Es kommt mehr Bewegung in den Rat, die CDU wird nicht mehr mit der FDP im Zweifel durchregieren können", so Tanja Janßen.

Glücklich und gelöst gab sich Guido Gahlings. Die Grünen bestätigten ihr Ergebnis von 2009 und sind nun dritte Kraft (vier Sitze). Die FDP hat noch drei Sitze, es waren zuletzt fünf. Fraktionsvorsitzender Hans-Willy Troost beschönigte das Ergebnis nicht. Mehr als ein Drittel der Wählerstimmen gingen den Liberalen im Vergleich zu 2009 verloren.

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Mit 7,1 Prozent liege die FDP in der Stadt aber über dem Trend der Partei auf Bundes- und Landesebene. Als Sieger fühlte sich neben den Grünen auch Hajo Siemes von der Wählergemeinschaft WIN. Als Bürgermeisterkandidat habe er mit knapp 14 Prozent sehr gut abgeschnitten. Er freue sich aber noch mehr darüber, dass WIN nun vier Sitze im neuen Rat haben wird — einen mehr als die FDP. Verfehlt hat die ABN ihr Ziel, sich in Nettetal als Alternative zu etablieren, sie verlor fast die Hälfte der Stimmen und verfügt noch über zwei Sitze.

Abwartend äußerten sich Sprecher der Parteien zum Abschneiden der AfD, die neu im Rat ist und zwei Sitze hat. "Wir werden sie an ihrer Sachpolitik messen", so Guido Gahlings.

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