Nettetal Senioren immer mehr im Blick

Nettetal · Der Fachbereich 50 in der Nettetaler Verwaltung ist für die Themen Senioren, Wohnen und Soziales zuständig. Das Aufgabengebiet ist vielfältig, und vor allem die Seniorenarbeit hat an Bedeutung gewonnen.

 Fachbereichsleiter Michael Theven (von links) und seine Kollegen Silke Büstgens, Cornelia Heks und Christian Fortmann sind im Rathaus für die Themen Senioren, Wohnen und Soziales zuständig.

Fachbereichsleiter Michael Theven (von links) und seine Kollegen Silke Büstgens, Cornelia Heks und Christian Fortmann sind im Rathaus für die Themen Senioren, Wohnen und Soziales zuständig.

Foto: Busch

Umgangssprachlich wird Michael Thevens Fachbereich oft schlicht als "Sozialamt" bezeichnet. Und mit dem haben die wenigsten zu tun – scheint es zumindest auf den ersten Blick. Doch die offizielle Bezeichnung des Fachbereichs 50 "Senioren, Wohnen und Soziales" zeigt, dass sich in den vergangenen Jahren einiges geändert hat. Die ältere Generation rückt immer mehr in den Fokus der Behörde, die schon längst nicht mehr nur die "Stütze" auszahlt.

Das Forum Ehrenamt, die Betreuung der Zwar-Gruppen und der Generationentreffs sowie die Organisation der alle zwei Jahre stattfindenden Seniorenmesse und der Pflegestützpunkt sind hier unter anderem inzwischen angesiedelt. Diplom-Sozialarbeiter Christian Fortmann kümmert sich um das weite Feld "Seniorenberatung" in Nettetal.

Viele Ehrenamtler

Rund 20 Mitarbeiter hat Fachbereichsleiter Michael Theven insgesamt, hinzu kommen eine Reihe Ehrenamtler, die sich auf vielfältige Weise engagieren. Der Fachbereich 50 untergliedert sich in drei Abteilungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten – einer davon der bereits erwähnte Bereich "Seniorenberatung".

Die Verwaltungsangestellte Cornelia Heks ist für die Grundsicherung, die Sozialhilfe, das Wohngeldwesen und das Thema Rente zuständig. Menschen aller Generationen kommen zu ihr und ihren Mitarbeitern, doch bilden ältere Menschen einen Schwerpunkt ihrer Arbeit: Knapp 400 Nettetaler bekommen "Grundsicherung für Personen über 65 Jahre", und auch das Wohnprojekt für Ältere in der Färberstraße in Lobberich wurde in der Behörde angestoßen. Rund 50 Prozent der Bewohner haben einen Wohnberechtigungsschein, der in Heks' Abteilung ausgestellt wird. Hilfe beim Rentenantrag, Beratungen und Kontenklärungen gehören ebenso zu Heks' Aufgabengebiet wie die Überprüfung des öffentlich geförderten Wohnungsbaus. "In der Breyeller Straße entsteht derzeit ein barrierefreies Mehrfamilienhaus. Wir kontrollieren, ob die Bestimmungen eingehalten werden", erklärt Heks.

Die Diplom-Verwaltungswirtin Silke Büstgens ist zuständig für die Themen Integration, Asyl und Obdachlose. Rund 80 Asylbewerber aus 33 Nationen leben derzeit in Nettetal, rund 60 von ihnen erhalten finanzielle Unterstützung. Auch Obdachlosigkeit ist in der Seen-Stadt ein Thema: Um 54 Frauen und Männer kümmern sich Büstgens und ihre Mitarbeiter derzeit. Die meisten von ihnen haben Suchtprobleme oder psychische Störungen, die dazu führen, dass sie nicht in einer eigenen Wohnung leben könnten. "Daher hat die Stadt Nettetal 36 Wohnungen angemietet, in denen die Betroffenen ähnlich wie in einer Wohngemeinschaft zusammenleben", erklärt Silke Büstgens.

Kreativ werden Silke Büstgens und ihre Kollegen, wenn es ums Thema "Integration von Ausländern" geht. Aktionen, Fachvorträge, Ausstellungen und Ausflüge wollen organisiert werden, wobei das Netzwerk Integration und das Netzwerk für Frauen (beide von der Behörde initiiert und begleitet) wichtige Unterstützung leisten.

(RP)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort