1. NRW
  2. Städte
  3. Nettetal

Nettetal: Seit 100 Jahren am Ball

Nettetal : Seit 100 Jahren am Ball

Der Sportverein Concordia Lötsch feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Turbulente Zeiten liegen hinter den Mitgliedern: Kriegswirren und Neugründung aber auch Expansion und Fortschritt.

Zu der Zahl der traditionsreichen Sportgemeinschaften, die durch ihre Entwicklung dazu beitrugen, den Fußball zum Volkssport zu machen, gehört auch der Sportverein Concordia Lötsch. In diesen Tagen feiert der Traditionsverein sein 100-jähriges Bestehen. Auch wenn die einstigen Gründer, Heinrich Amberg, Jakob Rex, Heinrich Schrömgens, Josef Spielmanns und Jakob Strafer, verstorben sind, so lebt der Verein dennoch weiter. Zwar war der Verein, als er aus der Taufe gehoben wurde, zunächst ein wilder Verein, doch schnell bildete sich die erste Herrenmannschaft.

DJK wurde verboten

Der Verein trat bereits 1919 der Sportorganisation DJK bei und nahm an verschiedenen Sportfesten in der Umgebung, so in Leuth, teil. Da sich zeitgleich auch in Breyell ein Verein gründete, wanderten viele Spieler dorthin ab. Lediglich vier Spieler verblieben in Lötsch. Im Jahr 1933 wurde die DJK durch die Machthaber des Dritten Reiches verboten, so dass nach den Wirren des 2. Weltkrieges der Verein im September 1933 abermals aus der Taufe gehoben wurde. Mit dem neuen Vorsitzenden Heinrich Michels trafen sich 37 Mitglieder im damaligen Lokal Peters. Es dauerte aber noch bis zum Jahr 1946, bis die ersten Meisterschaftsspiele in den "Lötscher Peschen" stattfanden. Bereits ein Jahr später wurde mit dem Aufbau einer Jugendabteilung begonnen, der erste Jugendleiter war August Peters.

  • Nach dem Sturz einer 78-jährigen Frau
    Vorfall in Nettetal : Frau stürzt mit Krankenfahrstuhl – Zeugen gesucht
  • Die Feuerwehr Nettetal geht am Sonntag
    Trockenheit im Kreis Viersen : Waldbrandgefahr – Nettetaler Wehr geht Streife
  • Bereitet sich jetzt auf die Europameisterschaft
    Starke Frau aus Nettetal : Lobbericherin wird Zweite bei der WM in Mixed Martial Arts

Der erste spielerische Höhepunkt war 1949 das Aufstiegsspiel der 1. Kreisklasse zwischen Lötsch und Hinsbeck, das die Hinsbecker für sich entschieden. Acht Jahre später hatte die Concordia Lötsch einen so großen Zulauf, dass eine zweite Herrenmannschaft gemeldet wurde. 1960 kam die erschreckende Nachricht, der Sportplatz in Lötsch werde nicht mehr für den Spielbetrieb freigegeben.

1971 wurde eine Alt-Herren-Abteilung gegründet, stolz sind die heutigen Verantwortlichen darauf, dass sie als erster Verein im Grenzland die Integration ausländischer Spieler, durch eine Mannschaft, bestehend aus jugoslawischen und griechischen Fußballern, ins Leben rief. 1979 feierte ganz Lötsch die Einweihung des neuen Sportplatzes. 1995 wurde das Vereinsheim "in de Hött" eingeweiht, in dem die Concordia und der Lötscher Karnevalsverein "De molveren Dei" Hausherren sind.

Sportlich ist die Concordia Lötsch mit vielen Namen verbunden, neben den Trainern Burkhard Michels, Werner Peters, Hans Weeks, Stefan Blank, Frank Cremers und Markus Steffens, um nur einige der Trainer zu nennen, hat sich auch Konrad Michels, der im Jahr 2004 nach 50-jähriger Tätigkeit als Geschäftsführer zurücktat, um den Verein verdient gemacht. Heute steht Hans-Karl Schrievers dem Verein vor.

(ivb)