Seenstadt Nettetal hat kein eigenes Schwimmbad am See

Nettetal : Seenstadt ohne eigenes Schwimmbad im See

Stadt steht privaten Initiativen offen gegenüber.

Dass Hinsbeck ein staatlich anerkannter Erholungsort sei, wurde bei der „Nette-Runde“ mit Bürgermeister Christian Wagner (CDU) mehrfach betont. Doch dieser sei nicht vollkommen, merkte ein Bürger an mit dem Reim „Nettetal, die Seenstadt,/die keinen See zum Schwimmen hat“. Das sei keine Werbung für die Stadt. Man könne doch nicht alles dem Naturschutz unterordnen, meinte dieser Bürger und verwies auf die „Blaue Lagune“ in Wankum oder den Heidweiher in Schwalmtal. „Was dort möglich ist, müsste doch auch hier möglich sein“, sagte er.

Die Badeanstalt am Hinsbecker Bruch habe sich für den Betreiber finanziell zuletzt nicht mehr gelohnt, da die Einnahmen weit unter den Kosten (unter anderem die Personalkosten für Bademeister) blieben, erläuterte Bürgermeister Christian Wagner und versicherte, er stehe jeder privaten Initiative offen gegenüber. Doch könne die Stadt Nettetal in dieses Saisongeschäft nicht einsteigen.

In früheren Jahrzehnten gab es in Nettetal Badeanstalten am Nettebruch in Lobberich (Ludwigs und Gemeinde), am Wittsee und am Poelvenn in Leuth, am Hinsbecker Bruch in Hinsbeck und am Quellensee in Breyell. Am Wittsee ist an der Liegewiese nördlich des Restaurants noch ein Teil durch Holzstege markiert, in dem Schwimmen gestattet sei.

Am Poelvenn liegt das Strandlokal brach, am Hinsbecker Bruch ist ein Teil der Badeanstalt-Bauten in das Infozentrum der Bilologischen Station integriert worden. Am Quellensee springt höchstens noch einmal ein Campingplatzbewohner ins kühle Nass, in Lobberich sind beide Badeanstalten nicht mehr vorhanden.

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