Nettetal Schwäbischer Student aktiv in der Feuerwehr

Nettetal · Seit dem zehnten Lebensjahr ist Adrian Kraus (19) Mitglied der Feuerwehr. Das war er bis kürzlich in Hüttlingen bei Aalen (Baden-Württemberg). Seit 1. August verstärkt der junge Mann den Feuerwehr-Löschzug Kaldenkirchen.

 Im Korb der Drehleiter vereint: Löschzugführer Torsten Trienekens, Student Adrian Kraus und Trienekens' Stellvertreter Michael Thönissen.

Im Korb der Drehleiter vereint: Löschzugführer Torsten Trienekens, Student Adrian Kraus und Trienekens' Stellvertreter Michael Thönissen.

Foto: Busch

Adrian Kraus studiert an der Fontys Hochschule in Venlo, er wohnt an der Ringstraße 22. Für Venlo hatte er sich unter anderem entschieden, weil er Mehrsprachigkeit schätzt. Und weil sich sein Lebensmittelpunkt durch das Studium an den Niederrhein verschoben hat, wollte er auch hier in der Feuerwehr mitmachen.

Unerwartete Verstärkung

Kaldenkirchens Löschzugführer Torsten Trienekens freut sich über die unerwartete Verstärkung aus dem Schwäbischen. Vorsichtshalber hat er mit dem Hüttlinger Feuerwehrchef Kontakt aufgenommen. Er habe zwar fast nichts von dem Schwäbischen verstanden, aber man habe sich schnell geeinigt, sagt er.

Adrian Kraus kam zur Feuerwehr durch einen Nachbarsjungen. Als der der Jugendfeuerwehr in Hüttlingen beitrat, begleitete er ihn und fand Gefallen daran. Er wollte mitmachen und helfen. Deswegen war es für den Studenten selbstverständlich, mit dem Umzug nach Kaldenkirchen auch Kontakt zur Feuerwehr zu suchen. Sein erster Einsatz war schon am Tag nach seinem Eintritt. Er unterstützte die Kameraden beim Einsatz der Drehleiter, als einer Person geholfen werden musste. Seitdem hat er mehrere Einsätze absolviert. Adrian Kraus hat sich intensiv informiert und einiges angeschaut. In der Summe sagte es ihm so zu, dass er sich dem Löschzug anschloss. Die Grundausbildung hat Kraus hinter sich, auch die zum Atemschutz erforderlichen Untersuchungen.

Trienekens kalkuliert für zunächst für vier Jahre mit ihm, das wäre die voraussichtliche Studienzeit. Ziel ist aber eigentlich, grinst Torsten Trienekens: "Er soll in vier Jahren Hochdeutsch lernen und dann hierbleiben." Kraus nimmt die Fopperei gelassen zur Kenntnis: "Ich fühle mich hier wohl. Am meisten habe ich mich gewundert, dass es hier etwa das Zehnfache an Einsätzen der Feuerwehr gibt im Vergleich mit meiner Heimatstadt, die etwa 3000 Einwohner weniger als Kaldenkirchen hat."

(sa)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort