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Nettetal: Schüler probieren sich in Berufen aus

Nettetal : Schüler probieren sich in Berufen aus

In enger Zusammenarbeit mit dem Berufsförderzentrum des Kolping-Bildungswerks in Amern erkunden Nettetaler Hauptschüler die Arbeitswelt. Nach der theoretischen Vorbereitung waren sie zehn Tage in der Praxis beschäftigt.

Der Satz "Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen" hat in den vergangenen Jahren bundesweit eine immer größere Bedeutung gewonnen. Unabhängig von Förderprogrammen auf verschiedenen Ebenen machten sich manche Schulen schon früh auf den Weg, ihre Schüler frühzeitig auf das Berufsleben vorzubereiten. Diesen Weg hat auch die Hauptschule in Kaldenkirchen eingeschlagen.

Die Achtklässler nehmen dazu am Berufsorientierungsprogramm (BOP) teil, die gemeinsam mit dem Berufsförderungszentrum (BFZ) in Amern umgesetzt wird. Hauptbestandteile des Programms sind eine dreitägige Potenzialanalyse sowie eine zehntägige Berufsfelderkundung in außerbetrieblichen Einrichtungen. Vor Weihnachten kamen Mitarbeiter aus Amern in die Hauptschule, um die Potenzialanalyse zu erstellen. Im Rahmen von Interviews wurden die Jugendlichen eingehend nach ihren Hobbies, ihrem sozialen Engagement, den schulischen sowie handwerklichen Fähigkeiten und Interessen befragt.

"Das war der theoretische Teil", erläutert Berufswahllehrer Markus Klinkhamels, der das Projekt an der Hauptschule betreut. Jetzt fuhren die Schüler und Schülerinnen an zehn aufeinander folgenden Tagen in das Berufsförderungszentrum nach Amern. Das BFZ ist eine Einrichtung des Kolping-Bildungswerks Aachen. Die Schüler durchliefen verschiedene Werkstattbereiche, die ihnen erste Einblicke in das Berufsleben und in den Beruf selbst ermöglichten. Der 15-jährige Yannick fand es nach eigenem Bekunden in der Holzwerkstatt gut. "Ich habe bereits für mein Praktikum einen Platz in einer Schreinerei", berichtete er stolz. Darüber ist er sehr froh, wie er hinzufügte. Schon einmal in den Beruf hineinschnuppern zu können, finde er wichtig. Der 14-jährige Stas würde zwar lieber Kfz-Mechatroniker werden, doch in der Metallwerksatt des BFZ fühlte er sich auch wohl.

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"Eine frühzeitige Berufsorientierung an Schulen ist ein versprechender Einstieg in das Berufsleben", unterstrich Markus Klinkhamels. Eine wichtige Hilfe sei darum das Berufsorientierungsprogramm, das bereits im Jahr 2008 ins Leben gerufen wurde und ein Vorläufer des neuen Übergangssystems "Kein Abschluss ohne Anschluss" ist. 90 Hauptschüler aus Nettetal nehmen in diesem Jahr am BOP teil.

Die Erfahrungen der jungen Leute bewahren sie vor falschen Vorstellungen, sagt Markus Klinkhamels. Für viele sei schon das stundenlange Stehen bei der Arbeit eine Herausforderung, weiß der Berufswahllehrer. Nach Beendigung der Maßnahme erhalten die Schüler individuell eine schriftliche Analyse, die bei ihrer Berufswahl hilfreich sein kann.

(ivb)