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Sara Houbertz macht ein freiwilliges soziales jahr

Freiwilliges soziales Jahr : Breyellerin lebt ein Jahr in Panama

Die 18-Jährige Sara Houbertz aus Breyell beginnt am 10. August ein freiwilliges soziales Jahr in Panama

Das Abitur hat Sara Houbertz gerade mit Bravour gemeistert und doch sind die Bücher noch nicht von ihrem Schreibtisch gewandert – zumindest die, die das Fach Spanisch betreffen, sind noch da. Die 18-Jährige lernt nach drei Jahren Sprachunterricht am Werner-Jaeger-Gymnasium in Lobberich in Eigenregie weiter, und das hat einen guten Grund: Die Breyellerin geht nach Panama. In Mata Redonda absolviert sie ein freiwilliges soziales Jahr.

Schon lange war es der Wunsch der von Sara Houbertz, nach der Schule ein Jahr im Ausland zu verbringen. „Im Sommer vergangenen Jahres habe ich in einer Zeitschrift über den Freiwilligendienst ,weltwärts’ und die unterschiedlichen Aussendungsorganisationen gelesen“, erzählt die junge Frau. Sie bewarb sich für Angebote in Lateinamerika, denn dieses Land war ihr Traumziel. Im Herbst 2017 gab es gleich drei Zusagen. Ecuador, Kolumbien und Panama standen zur Auswahl. „Eigentlich wäre Ecuador mein Lieblingsland gewesen, aber das Projekt in Panama sprach mich am meisten an“, sagt Houbertz. Dort geht es um Naturschutz, kombiniert mit sozialen Aspekten.

Die Breyellerin wird unter anderem bei Wiederaufforstungsprojekten mitarbeiten und in entlegenen Bergdörfern an der Installation von Solaranlagen für die Stromversorgung sowie Trinkwassersicherung beteiligt sein. „Ich bin seit meinem siebten Lebensjahr Pfadfinderin und daher war es für mich ganz wichtig, etwas mit Natur und Umweltschutz zu machen“, erklärt die 18-Jähirge. Der Zusage folgte ein Vorstellungstag in Herdecke, wo die Entsende-Organisation PanamaKreis sitzt. Dort lernte Houbertz ihre drei Mitstreiter Simon, Julian sowie eine weitere Sara kennen. Es gab etliche Gespräche, und die jungen Menschen kochten gemeinsam. Kurz vor Weihnachten kam der offizielle Vertrag, den Houbertz’ Eltern unterschreiben mussten, da sie zu diesem Zeitpunkt erst 17 Jahre alt war. „Mein Vater hat mich sehr unterstützt. Meine Mutter war eher unsicher und hatte ganz viele Fragen an die Organisation“, sagt sie.

Für die 18-Jährige stehen jetzt noch die letzten Ipfungen an. Die Palette reicht von Tollwut über Typhus bis hin zu Hepatitis A und B. Für das Reisegepäck ist alles vorbereitet: Bereit liegen schon ein externer Akku für Strom, die Isomatte und der Schlafsack, beides extra leicht, die Reiseapotheke, die Monatskontaktlinsen samt Reinigungsmittel und vor allen Dingen jede Menge Sonnencreme. Ein wichtiger Tipp dazu gab es beim Vorbereitungswochenende im März von ehemals Ausgesendeten: viel Sonnencreme mitnehmen, denn diese gibt es in Panama kaum und wenn, ist sie sehr teuer.

Um ihre Reise finanzieren zu können, bittet die junge Frau um Spenden. „Angestrebt sind 2200 Euro“, sagt Houbertz. Sollte sie das Geld nicht zusammenbekommen, zahlt die Organisation. „Aber dann fehlt das Geld an anderer Stelle“, sagt die 18-Jährige. Wer ihr helfen möchte, kann sich per E-Mail an sie wenden: sa.houbertz@gmail.com.

Los geht es für Houbertz am 10. August ab Düsseldorf. Über Amsterdam fliegt sie nach Panama City. Dort wartet ein 14-tägiges Intensivsprachtraining auf die 18-Jährige und ihre Mitstreiter, bevor es per Bus nach Santiago de Veraguas geht. Von dort reisen die vier jungen Leute in das Bergdorf Mata Redonda. Elf Monate Einsatz liegen dann vor ihnen.