Nettetal : Samen und Boden

Der gute Wille reicht nicht zur Wildblumenwiese. Neben gutem Saatgut muss auch der Boden geeignet sein. "Wir brauchen für dauerhafte Wildwiesen magere Böden und guten Samen. Er kostet auch im Großeinkauf beim Hersteller etwa 100 Euro, auf rund 300 Quadratmeter benötigt man ein Kilo. Wichtig sind die Mahd, zweimal pro Jahr, und das Abrechen des Mähgutes", betont Heinz Tüffers.

Auf dem Naturschutzhof in Lobberich-Sassenfeld säte er vor 17 Jahren die Wildwiese mit Samen aus dem Rheinland und der norddeutschen Tiefebene. Die damals ausgesäten 23 Kräuter und Grasarten haben sich seither auf etwa 40 vermehrt. Denn die alte heimische Saat im Boden ging nach Jahrzehnten wieder auf, weil die ökologischen Bedingungen stimmen. Andere Samen brachten Vögel mit.

(le-)