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Nettetal: Run aufs Soccer-Turnier

Nettetal : Run aufs Soccer-Turnier

24 Mannschaften nahmen am 20. "soccer@midnight"-Turnier in Lobberich teil. Organisiert wird das Turnier seit zehn Jahren von den Nettetaler Jugendzentren und der Streetwork. Rund 900 Besucher verfolgten die Spiele.

Bürgermeister Christian Wagner war begeistert, so viele Jugendliche hatte er beim "soccer@midnight"-Turnier nicht erwartet. "Die Stimmung hier ist ja riesig", sagte er und musste gleich zur Siegerehrung des Torwandschießens in die Mitte der Turnhalle. Es muss wohl am "runden Geburtstag" der Veranstaltung gelegen haben, dass so viele Jugendliche und auch Eltern zum 20. "soccer@midnight"-Turnier in die Sporthalle an der Süchtelner Straße gekommen waren, denn schon eine Stunde nach Beginn platzte die Halle aus allen Nähten.

So viele Meldungen wie noch nie

Die Geräuschkulisse war enorm hoch: Mit Tröten und Hörnern bewaffnet feuerten die Zuschauer ihre Favoriten an. 24 Mannschaften nahmen am Turnier teil, das von den Nettetaler Jugendzentren und der Streetwork Nettetal seit zehn Jahren zweimal jährlich ausgerichtet wird. "Noch nie gab es so viele Meldungen, die freien Plätze der Spielpläne waren schnell mit Teams ausgefüllt", so Dirk Engels vom Jugendzentrum "Oase" in Breyell, der zum 20. Mal die Turnierleitung übernommen hatte.

In zwei Gruppen gingen die Teams an den Start. In der ersten Gruppe spielten die kleineren Kicker unter sich, bevor dann am frühen Abend die 17- bis 24-Jährigen das Spielfeld betraten. Zum 20. Turnier hatten sich die Ausrichter einiges einfallen lassen: Sowohl "Donum vitae" als auch die Sucht- und Drogenberatung und die Aidsberatung waren vor Ort, um die Jugendlichen spielerisch an die verschiedenen Themen um Liebe, Sex, Partnerschaft, Aids und HIV-Infektion heranzuführen. In der Cafeteria, gaben ehrenamtliche Helfer Kuchen, Kaffee und Limo aus, nebenbei gab es viel Musik und ein Foto-shooting für die Jugendlichen.

Bürgermeister Wagner fand keine Zeit, sich gemütlich auf einen Stuhl zu setzen, schon bald war er von Jugendlichen umringt, die seine Anwesenheit nutzten, um ihn mit Fragen zu bombardieren. "Haben Sie auch als Jugendlicher Fußball gespielt?", wollte etwa Roberto wissen. Er habe zwar ab und zu auf dem Bolzplatz gekickt, doch dann habe er sich fürs Tennisspielen entschieden, antwortete Wagner. "Was ist mit der Hütte in Kaldenkirchen auf dem Marktplatz? Bleibt sie stehen, wird sie irgendwann repariert?", wollten die Jugendlichen wissen.

Auch der 13-jährige Youness aus Mazedonien suchte das Gespräch mit dem ersten Mann der Stadt und wollte mehr über den Bolzplatz in Breyell-Speck wissen. "Es war schön, dass der Bürgermeister uns auch mal besucht hat", freute sich am Ende Marie-Luise Hellekemps und hofft nun, dass der Bürgermeister auch beim nächsten "soccer@midnight" wieder dabei ist.

(ivb)