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Rettungskette bis zum Mittelmeer ,it Nettetaler Beteiligung

Aktion in Lobberich : Rettungskette von der Nordsee bis zum Mittelmeer

Warum der Nettetaler Integrationsrat die internationale Aktion "Rettungsringe" unterstützt und wie er auf das Schicksal von Geflüchteten aufmerksam machen will.

Der Integrationsrat als Interessenvertretung für Menschen in Nettetal mit  internationaler Familiengeschichte hatte sich an der Aktion „Rettungsringe“ beteiligt. Daran nahm in Lobberich auch Bürgermeister Christian Küsters (Bündnisgrüne) teil. Nimet Said, Vorsitzende im Integrationsrat, und ihr Stellvertreter Andreas Zorn, erläuterten die Motivation: 286 Organisationen beteiligten sich an der dieser Rettungskette, um damit auf die Botschaft der „Rettungskette für Menschenrechte“ aufmerksam zu machen. „Seit 2014 sind laut der „United Nations High Commissioner for Refugees“ (UNHCR) 21.500 Menschen bei der Flucht im Mittelmeer ertrunken (Stand 1. August 2021). Das ist ungefähr die Hälfte der Bevölkerung von Nettetal“, so Saif unnd Zorn.

Kurz vor der Bundestagswahl wolle der Integrationsrat die Rettungskette für Menschenrechte, die von der Nordsee bis zum Mittelmeer reicht, unterstützen: „Wir wollen das Sterben auf den Fluchtrouten wieder in das öffentliche Bewusstsein rücken“, so die Vorsitzende und ihr Stellvertreter.  Die Bilder vom Flughafen Kabul hätten gezeigt, wozu Angst und Verzweiflung Flüchtende  treiben. Hunderttausende seien in Afghanistan auf der Flucht vor Krieg und Gewalt. Ein Prozent der Weltbevölkerung ist laut UNHCR auf der Flucht; die Menschen, die sich in Richtung Europa aufmachten, flüchteten über eine der Mittelmeer-Routen oder die Atlantikroute, denn Fluchtrouten über Land seien geschlossen und blockiert. Europäische Mitglieder würden mit illegalen Pushbacks gegen die Grundrechte-Charta verstoßen.  Zudem würden zivile Seenotrettungsorganisationen kriminalisiert und an  der Rettung von Menschen in Seenot gehindert.

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 Die „Rettungskette für Menschenrechte“ und damit auch der Nettetaler Integrationsrat und die Teilnehmer der Aktion, setzen sich für sichere Fluchtweg ein: Die  EU müsse sich die Ursachen der Flucht bekämpfen, die Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung müsse beender werden, die EU-Mitglieder müssten sich auf ein europäisches Seenotrettungsprogramm verständigen. RP