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Nettetal: Regional für Lärmschutz sorgen

Nettetal : Regional für Lärmschutz sorgen

Handlungskonzepte I Ein großer Teil des Güterverkehrs von Antwerpen ins Hinterland fährt über die belgische Montzen-Route und Aachen sowie über Venlo und Viersen. Der zweigleisige Ausbau des Abschnitts Dülken-Kaldenkirchen mit obligatorischem Lärmschutz erhöht die Kapazitäten. Ansonsten kann Güterverkehr auch von Antwerpen aus über die Betuwelinie fließen.

Handlungskonzepte II Politiker in Krefeld und Mönchengladbach sollten keine auf Jahrzehnte hinaus nicht zu verwirklichenden Lösungen hinarbeiten, sondern massiv Lärmschutz an bestehenden Strecken fordern: Für fahrendes Material (Lokomotiven, Waggons) sind bereits höhere Trassenentgelte beschlossen, an den Strecken müssen Lärmschutzeinrichtungen gebaut werden. Viersen liefert dafür ein Vorbild. Anwohner des Bahnhofs in Dülken haben mit Unterstützung aus der Politik (Uwe Schummer MdB) eine Gabionenwand bauen lassen. Seitdem herrscht Ruhe.

Handlungsaufträge Politiker in der Region Niederrhein müssen sich endlich an einen Tisch setzen und eine gemeinsame Strategie entwickeln. In einer zweiten Runde gehören die unmittelbar benachbarten Niederländer dazu. Die Euregio wäre die Plattform. Es ist sinnlos, eigene Belastungen auf Kosten von Bürgern anderer Kreise und Städte abwälzen zu wollen – und dabei auf Wahltermine zu schielen. Die Bahn – Güter- und Personenverkehr – ist ein interregionales Zukunftsthema, das weit über Interessen der Wirtschaft hinausgeht. Es geht um die Mobilität einer ganzen Region.

(RP)