„Nova-C“: Erste kommerzielle Mondlandung geglückt
EILMELDUNG
„Nova-C“: Erste kommerzielle Mondlandung geglückt

Nettetal Regenwasser dringt ins Mauerwerk des Turms

Nettetal · Der Kirchturm von St. Lambertus wird saniert. Ein Gerüst hüllt das historische Gemäuer ein. Auch die durchgerosteten Ziffernblätter der charakteristischen Uhr müssen erneuert werden.

 Der Turm der Leuther Pfarrkirche ist von einem Gerüst mit Plane eingehüllt. Das Mauerwerk wird saniert und die defekte Uhr repariert.

Der Turm der Leuther Pfarrkirche ist von einem Gerüst mit Plane eingehüllt. Das Mauerwerk wird saniert und die defekte Uhr repariert.

Foto: Busch

Bis zum Fuß des Dachstuhls ist der Kirchturm von St. Lambertus zurzeit eingerüstet: sichtbares Zeichen für eine gründliche Sanierung des Mauerwerks, in das immer wieder Regen eindringt. Zu den geschätzten Kosten von rund 39 000 Euro zahlt das Bistum einen Zuschuss von 23 300 Euro. Zuletzt ist der aus dem 15. Jahrhundert stammende Kirchturm vor 30 Jahren bis zur Spitze ausgebessert und teilweise erneuert worden.

Immer wieder war Regenwasser ins Mauerwerk dort eingedrungen, wo der Dachstuhl aufsitzt. Dadurch trockneten die Backsteine nie vollständig und wurden schließlich weich. Ursprünglich war daran gedacht worden, nach Kaldenkirchener Vorbild eine Regenrinne anzubringen. "Das aber ist nicht nötig, wie eine Besichtigung mit dem Viersener Architekten Gregor Dewey und Handwerkern ergeben hat", berichtet Gerd Dellen, der im Leuther Kirchenvorstand für die Finanzen zuständig ist.

Entdeckt wurde bei der Besichtigung durch die Fachleute allerdings auch ein Querriss, den man von unten bis dahin gar nicht gesehen hatte. Dieser ist sofort ausgebessert worden, weil die Arbeiten keinen Aufschub mehr duldeten. Auch hat man aus Gründen der Sicherheit schon Ecksteine saniert. "Es bestand die Gefahr, dass sie sich lösten und herunterfallen könnten", erklärt Dellen.

Die ursprünglich veranschlagte Sanierungszeit verlängert sich. Denn entdeckt wurde auch, dass die Ziffernblätter der Uhr durchgerostet sind und erneuert werden müssen. Damit hatte man nicht gerechnet. Doch wurde beschlossen, die Arbeiten jetzt schnell zu vergeben, um für die Anbringung das einmal aufgestellte Gerüst zu nutzen. Es hüllt mit einer Plane den mächtigen spätmittelalterlichen Turm vollständig ein, nur am Haupttor zur Kirche ist es aufgeschnitten worden, damit Kirchbesucher dort hineingelangen können.

Ohnehin waren Arbeiten an der Uhr geplant, weil zwei Motoren defekt waren. Es erklang schon längere Zeit kein Glockenschlag mehr zur halben oder vollen Stunde, wie es die Leuther seit Jahrzehnten gewohnt sind. Das soll schon nächste Woche geschehen. Zur Finanzierung dieser Arbeiten will der Kirchbauverein beitragen, der auf seiner letzten Hauptversammlung auch für den Innenanstrich Geld zur Verfügung stellen wollte.

Wie die zusätzlichen Ausgaben für die Ziffernblätter finanziert werden sollen, "wissen wir noch nicht", räumt Gerd Dellen ein. Da sei die Pfarre auf Spenden und Kollekten angewiesen. Und er nennt gleich das Spendenkonto: 2200113031 bei der Volksbank Krefeld (BLZ 320 603 62). Die finanzielle Situation umreißt er so: "Wir stehen mitten in einem See und wissen nicht, wie wir ans Ufer kommen sollen." Geld wird auch bei der Kirche immer knapper.

(mme)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort