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Rat stimmt mehrheitlich für Sanierung der Werner-Jaeger-Halle in Lobberich

Werner-Jaeger-Halle in Lobberich : Mehrheit im Stadtrat stimmt für Sanierung der Halle

Was sich bereits im Kulturausschuss abzeichnete, ist jetzt im Stadtrat vollzogen worden. Eine große Mehrheit aus CDU- und SPD-Fraktion stimmte für die Sanierung der Werner-Jaeger-Halle in Lobberich.

Sie soll sowohl als Schulaula als auch als Theaterstätte erhalten bleiben. CDU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Boyxen nannte das alternativlos. Eine Entscheidung zwischen Sanierung auch zu den jetzt bekannten hohen Kosten und dem Verlust von Sprechtheater und Aula mit anschließend leerem Grundstück plus den Kosten für die Schadstoffsanierung könne nur die Sanierung sein. Boyxen forderte, „das Begonnene sachgerecht zu Ende führen und nicht aus purer Angst vor der Verantwortung eine Kulturruine zurückzulassen“.

Für die SPD-Fraktion erklärte Renate Dyck, die Entscheidung sei kein leichter Weg. Aber man müsse jetzt konsequent den nächsten Schritt gehen. Die SPD steigt nicht aus, sondern bekennt sich zur Werner-Jaeger-Halle.

Guido Gahlings, Fraktionsvorsitzender der Grünen, bekannte, dass anfangs die Positionen in der Fraktion weit auseinander lagen. Für die einen ist die Halle ein prägendes Gebäude aus der Gründerzeit der Stadt Nettetal, für die anderen ein viel zu großer und im Unterhalt zu teurer Betonklotz. Beklagt wurden die abnehmenden Zuschauerzahlen beim Theater. Im Endergebnis findet die Fraktion die Schmerzgrenze bei den Kosten der Sanierung deutlich überschritten.

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Die WIN-Fraktion hatte sich mit dem Vorschlag für eine Multifunktionshalle nicht durchsetzen können. Bei den Sanierungsplänen würden Steuergelder verschwendet. Die Kosten auch im Kulturbetrieb dürften nicht aus dem Ruder laufen. Schon jetzt werde jede Theaterkarte mit 50 Euro subventioniert. WIN will jetzt einen „Ratsbürgerbeschluss“ zur Werner-Jaeger-Halle herbeiführen. Und die FDP will das Kulturangebot dauerhaft auf die Stadtteile verteilen: Dezentralisierung statt Sanierung.