Nettetal: Ponys besuchen Kindergarten

Nettetal: Ponys besuchen Kindergarten

Der Reit- und Fahrverein Lobberich bringt Kindern den Umgang mit dem Pferd näher. Nun war er in der Kindertagesstätte St. Lambertus zu Besuch. Die Kinder waren so begeistert, dass sie selbst ein Pony haben wollen.

Für einige Stunden hatte die katholische Kindertagesstätte St. Sebastian drei kleine Vierbeiner zu Besuch. Und die sorgten für große Aufregung bei den kleinen Zweibeinern, die täglich die Einrichtung besuchen. Randi, Queenie und Tiffy, drei kleine Ponys, kamen per Pferde-Anhänger in die katholische Einrichtung. Die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte warteten bereits ungeduldig auf die vierbeinigen Besucher.

"Schade, dass sie nur ein paar Stunden hier sein können", meinte die fünfjährige Franziska, die bereits Pony- und Pferdeerfahren ist. Der Grund für die angenehme Aufregung in der Einrichtung lag beim Reit- und Fahrverein (RFV) Lobberich, die mit drei erfahrenen jugendlichen Reiterinnen sowie dem stellvertretenden Vorsitzenden Hans-Gerd Plützer sowie Geschäftsführer Leo Hoffmanns die Idee des Kreissportbundes in die Tat umsetzten, um Kinder wieder mehr für den Sport im Verein zu interessieren. "Im direktem Erlebnis rund um das Pony sehen wir eine gute Chance, uns als kompetenter Vermittler im Reitsport vorzustellen", sagte Plützer.

  • Reitsport : Nikolaus beim Reit- und Fahrverein

Bepackt mit drei Eimern voller Möhren, wurden die Ponys in das große Außengelände der Einrichtung geführt. Wer sich traute, durfte den Ponys einige kleine Möhrenstücke zum Fressen anbieten. "Du musst die Möhre auf die flache Hand legen und dabei die Finger gerade machen", wusste die kleine Charlotte, die bereits regelmäßig zum Voltigieren in den Reitstall des RFV in den Reitstall der Lüthemühle fährt. Nachdem die ersten Berührungsängste überwunden waren, wurden die kleinen Ponys gesattelt, und Isabell (4) drehte ihre erste Runde auf dem Pony und war total begeistert. Im nächsten Jahr wolle sie auch unbedingt in die Voltigiergruppe des Vereins, sagte sie bestimmt. Der fünfjährige Erad war heilfroh, als ihn Katja wieder von Randi herunterhalf. "Das hat so gewackelt", sagte er. Auch für Maximilian war es das erste Mal, dass er Kontakt zu einem Pony hatte, "aber es war ganz schön", meinte er, nachdem er wieder festen Boden unter den Füßen hatte.

Annette Gartz, Leiterin der Kindertagesstätte, war sofort von der Idee, den Kindern Kontakt zu Pferden und Ponys zu ermöglichen, begeistert. Jetzt hat sie nur das Problem, die Kinder von ihrer Idee, ein Pony für den Kindergarten anzuschaffen, abzubringen. Franziska und Charlotte würden den Reitunterricht für die anderen Kinder übernehmen, der Ehemann der Leiterin könne einen keinen Unterstand für das Pony bauen, und Gras zum Fressen würden die Ponys auf dem großen Außengelände genug finden. "Wo ist also das Problem?", fragte Franziska, die noch ihren Putzkoffer und ihren Sattel mitbringen würde.

(ivb)
Mehr von RP ONLINE