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Nettetal: Platanen vorm Hertie-Gelände sollen weg

Nettetal : Platanen vorm Hertie-Gelände sollen weg

An der Von-Bocholtz-Straße in Lobberich gibt es starke Verwerfungen im Boden. Sie machen den Gehweg zwischen Post und Ampel zur Stolperfalle, warnt Susanne Fritzsche, Nettetals Technische Beigeordnete. Und wer sich an großen Bäumen, Laternenpfählen und Bauzäunen vorbeischlängelt, muss aufpassen: "Dort ist es stellenweise sehr eng, auch weil da Radler fahren, was sie eigentlich nicht dürfen", sagt sie. Die Lösung: Bäume weg, Gehweg neu, kleinere Bäume pflanzen.

Wie eine kleine Allee wirkte der breite Bürgersteig zu Zeiten des Hertie-Kaufhauses. Doch schon damals drückten die Wurzeln der Platanen Gehwegplatten hoch, und der Baumbestand wirkt bis heute wie ein Durcheinander: Manche Gehölze stehen direkt auf dem Boden, andere wachsen aus Hochbeeten. Der Bauzaun um den Neubau des Fachmarktzentrums auf dem ehemaligen Hertie-Gelände verschmälert nun den Gehweg, auf dem auch noch Laternen und Abfallbehälter stehen.

"Wir wollen einen ansprechenderen Zugang zur Stadt", wirbt deshalb Fritzsche für eine "Radikallösung", wie Guido Gahlings (Grüne) den Plan der Verwaltung bezeichnet. Und der sieht vor, "eine neue Baumreihe zu pflanzen". Was voraussetzt: Erst mal müssen die sieben alten Bäume weg. Begeistert vom Vorhaben ist offenbar keiner: "Niemand fällt gern einen Baum", skizziert Willi Pollmanns (CDU) die Bedenken.

Und doch wollen alle Fraktionen, so der Tenor im jüngsten Ausschuss für Stadtplanung, vor allem eins: Der Zugang zur Lobbericher Innenstadt soll attraktiv sein. Genau dieses Kriterium erfüllt nach Meinung der Politiker wie der Verwaltung der jetzige Stolper-Weg nicht. Und da manchen wohl auch ein Fachmarktzentrum nicht als idealer Zugang zur Innenstadt scheint, soll eine hübsche Baumreihe richten, die den Weg zur City weist.

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Kompromisse gibt's keine: Auch wenn SPD und Grüne lieber die Platanen erhalten möchten, findet die Idee einer einheitlichen Lösung im Ausschuss eine klare Mehrheit. So sollen möglichst bald "neue Bäume, vielleicht Linden" her, fasst Fritzsche zusammen. Danach ist Geduld gefragt, denn so schnell wird die Neupflanzung das Stadtbild nicht prägen. Fritzsche: "Es wird eine Zeit dauern, bis die Bäume groß sind."

(jobu)