Nettetal: Pfingsttreff für Frieden und Gedenken an die Gefallenen

Nettetal : Pfingsttreff für Frieden und Gedenken an die Gefallenen

Rund 200 Besucher kamen in den Kreuzgarten

Es herrschte gutes Wetter bei der Gefallenenehrung am Pfingstsamstag im Kreuzgarten Schaag. Der prachtvolle Kreuzgarten erfreute rund 200 Besucher, die nicht nur aus Schaag kamen. In einer beeindruckenden Messfeier, gestaltet durch Pfarrer Günter Puts und Diakon Helge Völker, mit dem Kirchenchor St. Anna und der Bläsergruppe Schützenlust, wurde das Pfingstfest dargestellt mit dem Fokus auf Feuer und Geist. Danach traf man sich am Ehrenmal zum "Pfingsttreffen für Frieden und Freiheit, gegen Vergessen".

Die Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine sorgten am Ehrenmal für ein eindrucksvolles Bild. Nachdem die Bläsergruppe Schützenlust die Europahymne gespielt hatte, trug Patrick Lehnen den Prolog mit Gedenken an alle Völker und Kriegsherde vor. Harmonisch und nachdenklich stimmte der Liedbeitrag des Kirchenchors St. Anna, "Unfriede herrscht auf der Erde".

Das geplante Interview mit Flüchtlingen, die in Nettetal leben, musste ausfallen. Heinz Huber als Vertreter des Kreuzgartenvereins erklärte, dass zwar eine Familie, Vater und Kinder aus dem Irak, zugesagt hätten, diese aber krank geworden seien. Ein junger Mann aus Somalia habe einfach Angst zu sprechen, eine junge Mutter aus Syrien hatte ebenfalls abgesagt. Von der Flüchtlingshilfe Nettetal stellte Wilfried Niederbröcker das Bild der Flüchtlinge dar - als eine Vertreibung, eine gezwungene Form der Ausweisung aus der Heimat, die nicht christenwürdig sei. Bürgermeister Christian Wagner (CDU) und Ortsvorsteher Günter Syben gedachten mit der Kranzniederlegung an Frieden und Freiheit - gegen ein Vergessen.

(wi)
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