Petershof in Leuth: Umgestaltung mit Feldahorn statt Kirschbäumen

Leuth: Feldahorne statt Kirschbäume auf dem Petershof

Für die Umgestaltung des Marktplatzes in Leuth geht es jetzt an die Detailplanung.

Wenn die erhofften 250.000 Euro aus dem Dorferneuerungsprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen fließen, kann Mitte 2019 mit der Umgestaltung des südlichen Bereichs des Petershofs in Leuth begonnen werden. Seine Zustimmung gab jetzt der Ausschuss für Stadtplanung einstimmig, auch wenn Hajo Siemes (WIN) den finanziellen Aufwand für sehr hoch hielt und an der Sinnhaftigkeit des Planes zweifelte.

Die Herstellungskosten werden von der Verwaltung auf 340.000 Euro geschätzt, hinzu kommen geschätzte 80.000 Euro für die noch ausstehenden Ingenieurleistungen und Planungskosten. Leuths Ortsvorsteher Heinz-Robert Reiners (CDU) freute sich, dass es nun voran geht, „den tristen Platz etwas schöner zu machen.“

Die Umgestaltung betrifft nur die Südseite des Marktplatzes, bei der aber Teile der Dorfstraße und ein wenig die Johann-Finken-Straße einbezogen werden. Der Bereich erhält eine durchgehende Pflasterung, nur die Fahrbahn für Autos und Busse wird einen Asphaltbelag erhalten. So kann bei größeren Festen auch dieser Bereich einbezogen werden. Vorgesehen sind drei größere Hochbeete, die die den Raum gliedern sollen. In diesen Beeten sollen Stauden wachsen und jeweils ein Baum stehen. Auf Vorschlag des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV) werden dies Feldahorne sein und nicht die von den Planern vorgesehen japanischen Kirschbäume. Die Verwaltung ist auch den VVV-Anregungen zur Verlagerung der Info-Tafeln und der Fahrradständer gefolgt.

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Weiterhin wird eine Sitzecke eingerichtet. Eine E-Bike-Ladestation hielt die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche nicht für nötig, da sie „unterwegs kaum genutzt wird“, wie Erfahrungen an Lokalen zeigten. Dem Wunsch nach einer öffentlichen Toilette begegnete die Stadt mit dem Hinweis auf das WC an der Friedhofshalle.

Gerechnet wird mit einer Bauzeit von gut drei Monaten; allerdings wird noch untersucht, ob auch die Kanäle in diesem Bereich saniert werden müssen. Gebaut würde im günstigsten Fall ab Ende Mai 2019, denn am zweiten Mai-Wochenende will die St.-Lambertus-Bruderschaft ein Kaiser-Schützenfest auf dem Petershof feiern. VVV-Vorsitzender Manfred Meis setzt darauf, dass die Umgestaltung spätestens im Frühjahr 2020 abgeschlossen ist: „Das können wir zur Kirmes im Mai feiern als Leuther Beitrag zu ‚50 Jahre Nettetal‘.

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