Ole Lehmann trat in der Lobbericher Werner-Jaeger-Halle auf

Kurzkritik: Lehmanns Tipps für ein fröhliches Leben

Ole Lehmann, Stand-up-Comedian mit  Wahlheimat Berlin, ist ein fröhlicher Mensch, ein „Homo fröhlich“. Das ist auch gut so. Denn bei knapp 50 Zuschauern in der Werner-Jager-Halle in Lobberich  hätte es durchaus  ein weniger fröhlicher Abend werden können Doch Lehmann gibt sein Programm „Homo fröhlich“ souverän, als wären die Reihen dicht gefüllt.

Und Lehmann fällt ein früherer Auftritt in dieser Halle ein: „Ich erkenne die Stühle wieder. Sie erinnern mich an ein 70er-Jahre-Porno-Kino, nur mit weniger Flecken.“ Wie man in der Dienstleistungswüste Deutschland gut gelaunt bleibt trotz ruppiger Berliner Backereifachverkäuferinnen, wie man als homosexueller Mann 2018 mit Vorurteilen umgeht, was man im noblen Bio-Supermarkt mit stockdürrer Verkäuferin erlebt, wie man eine 60-minütige Thai-Massage überleben kann: Lehmann schildert den Alltag pointiert. Und er hat – o là là –  einen Fröhlichkeitstipp: „Louis-des-Funés-Filme schauen und die Figur in das Ich integrieren.“ Wenn auch nicht im Schlafzimmer. ⇥

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