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Nettetal: Obstwiese im Gewerbepark

Nettetal : Obstwiese im Gewerbepark

Neben dem Regenrückhaltebecken an der Straße "An der Kleinbahn" lässt die Stadt 156 Obstbäume sowie eine Allee und zahlreiche Sträucher pflanzen. Es handelt sich um den Ausgleich von Eingriffen in die Landschaft.

Am Rand des Gewerbeparks Venete wird eine Wiese angelegt, in die 156 Obstbäume gepflanzt werden. Weitere 30 Bäume säumen den Rad- und Gehweg an der Rückseite der Obstwiese. Es handelt sich um eine Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme für den Eingriff in die Landschaft.

Als sich die Stadt vor mehr als zehn Jahren auf den Weg machte, den Gewerbepark Venete zu entwickeln, hatte die Politik eine Vision. Das Gebiet sollte kein Nullachtfuffzehn-Industriegebiet mit hässlichen Zweckbauten sein. So sollen sich Unternehmen, deren Bauten am Rand das Panorama bilden, gestalterische Gedanken für ihre Büros und Hallen machen. Dass das mit wirtschaftlich darstellbarem Aufwand geht, exerzieren niederländische Gewerbebetriebe vor. Aber auch viele deutsche Unternehmen legen zunehmend Wert auf einen modernen und optisch einladenden Eindruck.

Die Politik setzte durch, dass die Hauptachsen als Alleen gestaltet werden. Die Vorstellung, im Herzen des gebietes auch einen Platz zu schaffen, der Aufenthaltsqualität für die hier arbeitenden Menschen erhält, ließ sich nicht durchsetzen. Am Rand, neben dem gewaltigen Regenrückhaltebecken, wird aber eine Obstwiese angelegt. Günter Wessels, Obstbaumexperte des Naturschutzbundes, unterstützte die Stadt bei der Sortenauswahl.

Rasterartig werden demnächst auf dem Areal Apfel, Birne, Mirabelle, Pflaume, Walnuss, Kirsche und Kastanie gepflanzt. Die Obstsorten werden so gepflanzt, dass sie sich befruchten können. Die Ränder fassen Sträucher heimischer Herkunft ein. Pflegeschnitte sind nach Angaben der Fachleute nur alle drei Jahre erforderlich. Anfangs gehört diese Arbeit noch zur Pflanzleistung, später muss die Stadt dauerhaft für den Erhalt und Pflege der Sträucher und Bäume aufkommen. Denkbar ist, so diskutierte es der Umweltschutzausschuss, dass mit dem Naturschutzbund eine entsprechende Vereinbarung getroffen wird. Wessels betreut zahlreiche Obstbongerte im Kreisgebiet und in Krefeld. Wie aufwendig diese Aufgabe letztlich sein wird, kann die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche nicht sagen. "So ein Projekt ist bisher einmalig in Nettetal", erklärte sie.

Gleichzeitig beruhigte sie misstrauisch nachfragende Politiker: Nein, der Bongert neben dem Rückhaltebecken an der Straße "An der Kleinbahn" ist bei Weitem nicht die einzige Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme für das Venete-Gebiet. Es gibt weitere Anpflanzungen und ökologische Verbesserungen, die diesem Aufgabenkatalog entsprechen, wenn auch nicht im Gebiet oder auch in seiner unmittelbaren Nähe. FRAGE DES TAGES

(RP)