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Nettetal: Nichts ohne Kommunikation

Nettetal : Nichts ohne Kommunikation

In den Sommermonaten des Jahres 1992 war Hinsbeck für viele Nettetaler, aber auch Bürger aus der Umgebung der Grenzstadt, immer das Ziel eines Ausflugs. Man ging in die Ginkeswiese und schaute den Bildhauern bei ihrer Arbeit zu.

Manche waren sehr gesprächig und vor allem stets ansprechbar. Andere wiederum mussten sich selbst aus einer gewissen Introvertiertheit lösen, um eine der Bedingungen des Symposiums zu erfüllen: Im Freiluft-Atelier konnte jeder nicht nur zuschauen, sondern auch Fragen stellen in der Erwartung, eine Antwort zu erhalten. Legendär ist eine Clique von Rentnern, die nahezu täglich damals auf einer Bank in der Wiese hockte und mit den Künstlern nicht nur über deren Arbeiten, sondern tagesaktuelle Themen plauderte. Ein besonders offenes Wesen hatte der Niederländer Jo Gjisen. Einigen Beobachtern erschien es zeitweilig, als arbeite er nie an seiner Skulptur. Zumindest zweifelten sie an, dass Gijsen einen Plan hatte und zum Ende des Symposiums fertig sein würde. Er war es und schuf mit seiner "Felsenstütze" ein damals viel beachtetes Werk. Er selbst sagt über seine Arbeit:

Der Steinbruch,

Tausende Brocken Gestein

Ein Stein ist anders

Er spricht mich an

Ich nehme ihn an

Der Bund ist geschlossen

Wir gehen zusammen weiter

(RP/rl)