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Nettetal: Nicht alle essen im Bett

Nettetal : Nicht alle essen im Bett

Seit einiger Zeit können Patienten des Nettetaler Krankenhauses ihr Abendessen in der Cafeteria einnehmen. Dort gibt es ein Buffet, an dem sich bei Bedarf auch Angehörige bedienen können.

Ein Blick auf die Scheibe Graubrot reicht, damit Kurt-Günter Stevens noch einmal zur Käseplatte greift. Gouda. Dünn geschnitten. Und noch einmal betrachtet der 69-Jährige die Auslage. "Die Wurst sieht gut aus, gibst du mir davon bitte auch noch eine Scheibe?", fragt er seine Frau. Anschließend nickt er zufrieden und lässt sich von ihr mit seinem Tablett in der Hand zum Tisch schieben.

Kurt-Günter Stevens liegt seit einigen Tagen im Nettetaler Krankenhaus und wird dort mit einem Rollstuhl durch die Gänge geschoben. "Trümmerbruch im Knie", erklärt er und deutet auf sein linkes verbundenes Bein. Seitdem er sich wieder etwas von der Operation erholt hat, fährt er abends immer zum Essen ins Nette-Bistro.

Seit einiger Zeit können Patienten des Nettetaler Krankenhauses ihr Abendessen auch in der Cafeteria einnehmen und sich selbst am Buffet bedienen. "Das ist ein super Angebot. Dann komme ich mal raus aus dem Zimmer, hab was Abwechslung und kann mir auch noch mein Essen selber aussuchen", erklärt Stevens. Beim Essen auf dem Zimmer müsste er sich schon am Vortag entscheiden, was denn am nächsten Tag auf dem Teller sein soll.

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Die Vorteile des neuen Angebotes: den Zeitpunkt individuell festlegen und spontan am Buffet auswählen, welches Gericht es denn sein soll. Auch warme Gerichte stehen auf dem Buffet. An diesem Tag gibt es Gyros-Pfanne oder Ebly-Pfanne. Daneben ein reichhaltiges Buffet mit verschiedenen Brotsorten, Brötchen, Aufschnittplatten, Obstschalen, Frikadellen und Schnitzeln.

Auch Angehörige und Besucher können das Angebot des Nette-Bistros nutzen. Der Einführung des Abendbuffets im Nette-Bistro liegt eine kürzlich durchgeführte Patientenumfrage zugrunde. "Da wurde deutlich, dass unsere Patienten gerne ein Abendbuffet in der angenehmen Atmosphäre der Cafeteria hätten", erklärt Pflegedienstleiter Norbert Peffer.

Auch Cornelia Spiekenheuer schaut sich in den hellen Räumen des Nette-Bistros um: "Das Bistro ist hier der Ort im Haus, der die Patienten das Krankenhaus vergessen lässt." Bisher kommen zehn Prozent der Patienten im Nettetaler Krankenhaus zum Abendbuffet. "Auch für einen Zweipersonen-Haushalt ist das schön. Wenn die Frau hier liegt und der Mann alleine zu Hause ist. Dann können sie hier trotzdem abends gemeinsam essen", so Peffer.

Auch Bruno Sager schaut sich am Buffet um. Brot, Aufschnitt und ein kleines Schälchen Salat stehen wenig später auf seinem Tablett. "Die Auswahl ist hier viel größer. Und ich kann spontan schauen, worauf ich Lust habe", erklärt der zufriedene Patient.

(RP/rl)