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Neun weitere Bushaltestellen in Nettetal werden barrierefrei

nettetal : Neun Haltestellen werden barrierefrei ausgebaut

Verwaltung informiert im Ausschuss für Stadtplanung.

15 Haltestellen wurden in den letzten Jahren bereits barrierefrei umgestaltet. In diesem Jahr sollen insgesamt neun Haltestellen umgestaltet werden. Darüber informierte die Verwaltung jetzt die Mitglieder des Ausschusses für Stadtplanung.

Seit 2016 werden die Bushaltestellen in Nettetal umgestaltet. Insbesondere wird dabei die Barrierefreiheit hergestellt, wodurch die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs auch für Menschen mit Behinderung m Sinne der Inklusion ermöglicht wird. Ebenso wird das Einsteigen mit Kinderwagen oder Rollatoren erleichtert. In Nettetal befinden sich insgesamt 103 Bushaltestellen im Stadtgebiet. Unabhängg von der Baulastträgerschaft der Straße, etwa Kreis Viersen oder Straßen NRW, liegt die Zuständigkeit für die Errichtung und Unterhaltung der Haltestellen einschließlich Wartehallen bei der Stadt. Lediglich die Beschilderung sowie die Ausstattung mit Fahrplänen und Informationen erfolgt über den VRR.

In diesem Jahr werden vier Haltestellen in Kaldenkirchen und fünf in Lobberich umgestaltet. Die Haltestellen Ehemaliges Krankenhaus I und II an der Kölner Straße werden für 35.000 und 40.000 Euro umgebaut. Dann kommen Bruch I für 21.000 Euro und Bruch II für 40.000 Euro an die Reihe. In Lobberich sind es die Haltestellen an der Breyellerstraße und Pastor-Schmidt--Straße, dazu kommt eine Haltestelle an der Florastraße. Die Umbauten kosten jeweils zwischen 35.000 und 40.000 Euro. Insgesamt werden 326.000 Euro verbaut.

Für diese Maßnahmen wurde bereits ein Einplanungsantrag nach dem PPNV-Gesetz NRW gestellt. Im März erfolgt die Beantragung. Die maximale Fördersumme beträgt für die Tiefbauarbeiten jeweils 15.000 Euro und für Wartehäuschen 10.000 Euro. Für jede Maßnahme beträgt somit die maximale Förderung 29.750 Euro. Außer bei der Haltestelle Bruch I wird bei allen anderen Maßnahmen die maximale Förderung beantragt. Insgesamt geht die Stadt von einer Förderung in Höhe von 255.850 Euro aus. Die Verwaltung rechnet mit einer kurzfristigen Bewilligung der Fördermittel. Die Umbauten sollen nach der Bewilligung zeitnah erfolgen.

Barrierefreiheit gilt nicht nur für Menschen mit Handikpa, sondern muss für alle Nutzergruppen angeboten werden, auch für zeitweise mobilitätseingeschränkte Menschen, wie Personen mit großem Gepäck, mit Kinderwagen oder Ortsunkundige – eben Zugänglichkeit für alle Fahrgäste. Außerdem sollte die gesamte Reisekette im ÖPNV behinderungsfrei sein. Das Deutsche Institut für Urbanistik fordert den Umbau barrierefreier Haltestellen bis zum Jahr 2022.