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Nettetal: Neun Bewerber für Werner-Jaeger-Preis

Nettetal : Neun Bewerber für Werner-Jaeger-Preis

In Leutherheide findet dazu die Tagung "Philosophie und Politische Praktik in der Antike" statt

Am 7. Oktober wird zum zweiten Mal der Werner-Jaeger-Preis verliehen. Dafür kommen Altphilologen aus dem wissenschaftlichen Nachwuchs in Frage, neun Bewerbungen liegen vor.

Vor drei Jahren hatte der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) Lobberich erstmals den Preis ausgelobt. Dieser erinnert an den aus Lobberich stammenden Altphilologen Werner Jaeger (1888 bis 1961). Der CDU-Landtagsabgeordnete Marcus Optendrenk, der die Anregung für den Preis am 125. Geburtstag von Werner Jaeger gegeben und die Kontakte zu den Philologenverbänden geknüpft hatte, kündigte an, dass die damit verbundene wissenschaftliche Tagung am 6. und 7. Oktober in der Akademie Heydevelthof in Leutherheide stattfinden wird. Ihr Thema: "Philosophie und politische Praktik in der Antike". Die Vorträge der teilnehmenden Wissenschaftler werden später in einem Buch veröffentlicht.

Ein Kuratorium, das der VVV mit der Gesellschaft für antike Philosophie (GanPh) und dem Deutschen Altphilologenverband (DAV) gebildet hat, entscheidet über den Preisträger und wählt auch den Altphilologen aus, dessen Lebenswerk gewürdigt werden soll. Beide Preise sind mit je 2500 Euro dotiert. Wie VVV-Vorsitzender Christian Weisbrich bei einer Sitzung des Beirates mitteilte, ist die Finanzierung durch die Nettetaler Sparkassenstiftung gesichert. Die Philologenverbände stellen das Preisgeld zur Verfügung.

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Das Angebot, die Tagung stärker mit dem Werner-Jaeger-Gymnasium zu verknüpfen, begrüßte Schulleiter Hartmut Esser: "Wenn Professoren zu uns kommen, ist das ein Highlight für unsere Schüler."

So will der Düsseldorfer Philosophie-Professor Hans-Ulrich Baumgarten eine Unterrichtseinheit über Philosophie gestalten. Über die "Kirchenlehrer des frühen Christentums", die auch ein Forschungsschwerpunkt Werner Jaegers waren, will der Theologe Thomas Sternberg aus Münster sprechen. Er ist seit dem Jahr 2015 auch Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK).

(RP)