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Neujahrsempfang der CDU Nettetal im Hotel Josten in Hinsbeck

Nettetal-Hinsbeck : CDU Nettetal feiert sich selbst

Die Nettetaler CDU lud zum Neujahrsempfang ins Hotel Josten in Hinsbeck. Ratsmitglied Leo Peters ließ in einer launigen Rede fünf Jahrzehnte Parteigeschichte in der jungen Stadt Nettetal Revue passieren.

Der gut besuchte Neujahrsempfang der Nettetaler CDU stand ganz im Zeichen des Jubiläums 50 Jahre Stadt Nettetal. Traditionell hatte die CDU ins Hotel Josten nach Hinsbeck eingeladen. Und rund hundert Mitglieder und Gäste – darunter auch Karnevalsprinzessin Silvia I. – waren der Einladung gefolgt.

Parteivorsitzender Marcus Optendrenk nutzte das Jubiläumsjahr, um auf die tragende Rolle der CDU in Nettetal zu verweisen: „Die CDU hat nicht nur in diesen 50 Jahren ein gutes Stück Verantwortung für die Entwicklung unserer immer noch jungen Stadt getragen, sie hat auch mit an der Wiege gestanden.“ Die CDU in den damals fünf Nettetaler Stadtteilen, die vorher eigenständige Städte oder Gemeinden waren, habe von Anfang an versucht, das Zusammenführen mit zu gestalten. Dem von außen vorgegebenen Fusionsgeschehen sollte eine bürgernahe und ortsnahe Gestalt gegeben werden. „Das ist und bleibt unsere Haltung“, so Optendrenk.

Die CDU sei auch die einzige Partei in Nettetal, die neben einem Stadtverband und einer Fraktion auch heute noch in allen Stadtteilen eigene Ortsausschüsse mit eigenen Vorständen hat. „Wir wollen ein starkes gemeinsames Nettetal.“

Optendrenk vergaß aber auch nicht, dass in diesem Jahr im September Kommunalwahlen anstehen. Bürgermeister Christian Wagner wurde im November erneut zum Kandidaten für dieses Amt nominiert. In den Ortsausschüssen werden jetzt die Ratskandidaten aufgestellt. Bei einem Parteitag am 19. Februar sollen alle Bewerber stadtweit aufgestellt werden. Einer, der bei der Gründung der CDU Nettetal dabei war, zehn Jahre lang von 1989 bis 1999 ihr Vorsitzender war und heute weiter dem Stadtrat angehört, führte in die Geschichte der CDU Nettetal ein: Leo Peters, langjähriger Schul- und Kulturdezernent des Kreises Viersen. Er erinnerte an die schwierige Geburt der jungen Stadt: „Gewünscht war das Kind längst nicht von allen. Denn: Wer gibt schon gerne eine jahrhundertalte Selbständigkeit auf?“

In Lobberich freuten sich Männer wie Hein Nicus, Hans-Willi Güßgen und Karl Reulen über „einen Hauptstadtstatus im Kleinen“. In Kaldenkirchen sei die Stimmung weniger froh gewesen. Auf jeden Fall sei die Entscheidung, im Neugliederungsgesetz der Stadt den Namen Nettetal zu geben, eine kluge gewesen. Peters erinnerte auch an den Plan des Kaldenkirchener Stadtdirektors Heinz-Günter Karrenberg, Bracht, Kaldenkirchen und Leuth unter dem Namen Kaldenkirchen zusammenzuführen. Der Landtag entschied 1969 anders. Viele gestandene Persönlichkeiten der Altgemeinden brachten sich mit Verve in die neue Stadt ein. Ganz besonders erinnerte sich Peters an den Keller von Hans Backes. Dort trafen oft die politischen Schwergewichte von Kaldenkirchen zusammen: Leo Frenken, Heinz Peeters, Hanns Backes, Leonhard Jürgens, Willi Tempels und Konrad Achtert; als Jüngster nahm auch Leo Peters teil. Konrad Achtert war 20 Jahre lang Vorsitzender der CDU-Fraktion. Peters nannte das „einen Glücksfall für Nettetals frühe Geschichte“. Auch sein langjähriger Nachfolger Günter Werner wurde „ungemein wichtig“ für Nettetal. Große Popularität erzielte auch Bürgermeister Karl Reulen.

Aktuell auf dem Neujahrsempfang geehrt wurde Heinz Pötter für seine 50-jährige Mitgliedschaft in der CDU.