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Neue Gewerbehalle für kleine Unternehmen in Nettetal-West

Nettetal : Viel Platz für kleine Unternehmen

Die Nettetaler Gesellschaft Meins Hallen & Büro will im Gewerbegebiet Nettetal-West eine große Halle für mehrere kleine Betrieb errichten. Der Bau entspricht einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft nach C2C-Standard.

Wenn am 7. Oktober mit der Expo Real in München wieder die große internationale Messe für Immobilien und Investitionen startet, ist auch dieses Nettetaler Projekt dabei: Das Nettetaler Unternehmen Meins Hallen & Büros GmbH plant für das Gewerbegebiet Nettetal-West eine Halle, in der mehrere kleinere mittelständische Unternehmen Platz für ihren Betrieb finden können. Es geht um Hallenteile von 240 oder 360 Quadratmeter. Die Halle soll an der Zillessen-Allee errichtet werden.

Die Wirtschaftsförderer der Stadt hatten das Unternehmen ins Rathaus eingeladen, um ihr Projekt vorher zu präsentieren. Bürgermeister Christian Wagner (CDU) nannte es eine „tolle Idee“, in einem Gewerbegebiet, das vorwiegend durch große Parzellen charakterisiert ist, auch kleinen Unternehmen Zukunftsperspektiven zu bieten. Die neue Halle von Meins entspricht darüber hinaus den Kriterien einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft, auch C2C (Craddle to Craddle, von der Wiege zur Wiege) genannt.

Gebaut wird die Halle von Peter Dammer Gewerbe- und Industriebau GmbH & Co. KG, bereits seit 70 Jahren am Markt tätig. Christoph Dicks, Geschäftsführer sowohl bei Dammer als auch bei Meins, findet kleine Hallen mit 300 Quadratmetern ökonomisch nicht sinnvoll. Viele kleine mittelständische Betriebe nutzen alte vorhandene Gebäude, die in der Miete niedrig, aber bei den Betriebskosten teuer sind. Hier setzt Dicks‘ Konzept an: Die große Halle bietet Platz für mehrere Unternehmen gleichzeitig. Bei der Fläche sei man flexibel, je nach Raumbedarf der Betriebe können ein, zwei oder sogar drei Hallenteile (240, 360 oder 480 Quadratmeter) erworben werden. Nach zehn bis 15 Jahren sei die Investition abbezahlt und Eigentum des jeweiligen Unternehmens.

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Auch in der Ausgestaltung geht Christoph Dicks neue Wege: Beim Energieverbrauch wird der KFW55-Standard angeboten. Die KFW-Bank (1948 als Kreditanstalt für Wiederaufbau gegründet) biete bei diesem Angebot nicht nur niedrige Zinsen, sondern erlasse auch 5 Prozent der Tilgungssumme. Damit wird ein Energie-Standard finanziert, der deutlich über den aktuellen Zielen liegt. Bei der Nettetaler Halle ist Photovoltaik auf dem Dach angedacht. Nachhaltig wird der Bau nach den Kriterien von C2C erstellt, das heißt bereits beim Bau wird an die Wiederverwertbarkeit der verbauten Materialien gedacht. So wird zur Dämmmung keine Mineralwolle verwandt, sondern Holzfasern. Für Zwischenwände werden keine Gipskartonplatten, sondern Lehmbauplatten des Viersener Unternehmens Claytec eingebaut. Der Lehmputz sorge für ein wesentlich besseres Raumklima. Nach außen wird mit Hartschaum (PIR), natürlich C2C-zertifiziert, gedämmt.

Nach der Expo wird der Bauantrag gestellt und beginnt die Vermarktung. Dicks hofft auf eine Baugenehmigung zu Weihnachten. Die Bauzeit beträgt vier bis fünf Monate. Mitte 2020 soll die Halle fertiggestellt sein.