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Neue Eventlocation in Nettetal-Hinsbeck

Hinsbeck : Noch mehr Alpengefühl im Glabbach

Neben der Bayernstube will die Familie Bloemen eine Almhütte errichten. Als Event-Location soll sie den Gastronomiebetrieb zukunftsfest machen. Als Nächstes steht dafür jetzt ein Lärmschutzgutachten an.

Die nördliche Speerspitze des Freistaats Bayern erhält Verstärkung: Hans-Christian Bloemen möchte auf dem Familiengrundstück Glabbach 31c eine „Eventalmhütte“ aufstellen und damit die von seinem Vater Hans an den Niederrhein gebrachte Alpengemütlichkeit erweitern. Die Hütte stand schon einmal vor gut drei Jahren auf dem Parkplatz vor der Bayernstube. Weil die Stadt für die zehn mal zehn Meter große Holzhütte aber eine Baugenehmigung haben wollte, mussten die Bloemens sie kurzfristig wieder abbauen. „Weil sie schon so viele im Voraus gebucht hatten, haben wir sie für diese Termine am Eisstadion in Grefrath aufgebaut“, sagt Hans Bloemen. Seitdem ist die Hütte, die im bayrischen Wald gefertigt wurde, eingelagert.

„Wir möchten einen zusätzlichen Raum schaffen, in dem Gesellschaften unter sich feiern können, und das in urig-alpenländischer Atmosphäre“, betont Hans-Christian Bloemen. „In unserer hektischen, schnellebigen Zeit wollen wir einen Ort bieten, an dem man ruhig und gediegen zusammensitzen kann.“ Die erste Hürde hat der Plan nun geschafft: Der Beirat bei der unteren Naturschutzbehörde des Kreises Viersen hat keine Einwände, wenn bestimmte Auflagen beim Immissionsschutz und der Grüngestaltung des Geländes eingehalten werden. Das Kreisgremium musste gefragt werden, weil das Grundstück als „Sondergebiet Gastgewerbe“ innerhalb des Landschaftsplans „Mittlere Nette/Süchtelner Höhen“ verzeichnet ist und dort im Bereich „Glabbacher Graben“ liegt.

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Die Kreisverwaltung hatte in den einschlägigen Bestimmungen zu Natur- und Landschaftsschutz kein Hindernis gefunden, das einem Bau der Almhütte entgegenstehen könnte. Sie soll auf einem Teil der Hoffläche errichtet werden, nimmt also kein Grün- oder Ackerland in Anspruch. Für die Hoffläche sei die Schutzgebietsausweisung ohnehin „funktionslos“. Zwar werde die neue Hütte zusätzliche Besucher anziehen, doch habe der Betreiber versichert, dass nicht gleichzeitig Veranstaltungen in Bayernstube, Schützenhaus und Almhütte stattfinden sollten. Dem Naturschutzbeirat war auch wichtig, dass Bloemen eine „Gesamteingrünung der Hofanlage und der Außenbereichsfläche mit einer Hecke und einzelnen Hochstämmen“ zugesagt habe.

Der nächste Schritt ist laut Hans-Christian Bloemen ein Lärmschutzgutachten. „Dann erst kann ich den Bauantrag stellen“, sagt er. Diesen muss die Stadt prüfen und genehmigen, eventuell mit Auflagen zu Lärmschutz und Ausgleichsmaßnahmen im Grünbereich. Bloemen rechnet damit, dass die Hütte im Frühjahr aufgestellt werden kann. „Die steht in einem Tag und ist nach drei Tagen vollständig eingerichtet“, sagt der 39-Jährige. „Zur Not könnte sie auch in einem Tag wieder abgebaut werden.“ Grundsätzlich aber soll sie dauerhaft stehen. In der Hütte gibt es einen Kachelofen, der mit Strom beheizt wird. Auch die Einrichtung ist aus bayrischen Tischlereien. „Das ist eine Hütte zum Verlieben“, sagt Hans Bloemen. Für den Brandschutz solle sie noch ein Blechdach erhalten.

Hans Bloemen (71) hat 1971 seine Liebe zu Bayern entdeckt, als er dort als Sportschütze an einem Wettbewerb teilnahm. Für den Schützenverein Niersland baute er dann im Glabbach Schießstände und richtete die Bayernstube ein. Für die Einweihung der Almhütte erwartet er Besuch aus Bayern: „Landtagspräsidentin Barbara Stamm hat gesagt, dass sie kommen will“, berichtet er.