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Nettetal: Nettetals frühester Historiker

Nettetal : Nettetals frühester Historiker

Der Leuther "Ökonom" Johann Finken hatte stets ein Faible für die Vergangenheit. Er sammelte Informationen zur Geschichte von Leuth und drängte den Wachtendonker Kaplan Josef Henrichs immer wieder, daraus ein Buch zu verfassen.

Henrichs war ein angesehener Geschichtsforscher, der schließlich nachgab. Ab 1884 wurde die "Herrlichkeit Leuth" mit großem Erfolg verkauft. Es folgten später aus Finkens Feder "Die Stadt Kaldenkirchen" (1897) und "Die Geschichte der ehemaligen Herrlichkeit Lobberich" (1902).

Im Laufe von 125 Jahren sind manche Feststellungen Finkens widerlegt worden, er hat auch einige nicht beweisbare Spekulationen in seine Arbeiten eingeflochten. Aber der Autor hat Grundlagen geschaffen, die bis heute ihre Gültigkeit haben. Und er beschreibt einen Raum, in dem Menschen über alle möglichen und willkürlich gezogenen Grenzen eine einheitliche Kultur, Sprache und Vergangenheit haben.

Für Nettetal sind Finkens frühe Forschungen von unschätzbarem Wert und bis heute lesenswert. Die Arbeiten spiegeln den Zeitgeist wider, sie sind sehr sachlich gehalten. Vor allem Henrichs dürfte darauf einen erheblichen Einfluss gehabt haben. Im Original werden die Bücher zu zum Teil erstaunlichen Preisen antiquarisch angeboten, es gibt auch Reprints aus späterer Zeit, die ebenfalls sehr begehrt sind.

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(RP)