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Nettetal: Nettetaler wünschen neue Wohngebiete

Nettetal : Nettetaler wünschen neue Wohngebiete

Den Rundgängen durch alle Ortsteile folgen nun die Stadtteilforen. Hauptthemen sind bisher die Belebung der Ortskerne in größeren Stadtteilen und der Einzelhandel sowie Barrierefreiheit, Verkehr und Sauberkeit.

In den kommenden Wochen können die Bürger in sogenannten Stadtteilforen ihre Wünsche und Vorstellungen einbringen, wie sich Nettetaler weiter entwickeln soll. Die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche stellte gestern den weiteren Zeitplan auf dem Weg zu einem neuen Stadtentwicklungskonzept für Nettetal vor.

In den vergangenen Wochen waren Vertreter von Vereinen und Institutionen mit den Planern in allen Stadtteilen unterwegs gewesen. Die Rundgänge dienten zur inhaltlichen Orientierung auf dem weiteren Weg. Patricia Schulte vom Dortmunder Büro Scheuvens und Wachten, das den Prozess fachlich begleitet, kündigte an, dass die Ergebnisse der Foren mit der Stadtverwaltung aufbereitet werden. Gegen Ende des Jahres soll ein gesamtstädtisches Bild in einem Abschlussforum für alle Nettetaler Bürger erarbeitet werden.

"Bei Rundgängen gab es viel konkretere Vorstellungen als sonst beispielsweise bei Versammlungen im Rathaus", berichtete die Beigeordnete. In den kleineren Stadtteilen wurde übereinstimmend der Wunsch geäußert, neue Wohngebiete zu erschließen. "Die Bürger sind interessiert daran, ihre Wohnumgebung jung und am Leben zu erhalten", sagte Fritzsche. In den größeren Stadtteilen ging es mehr um Einzelhandelsthemen und die Belebung und Gestaltung der Ortskerne.

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Das erste Stadtteilforum beginnt am 18. Juni in Hinsbeck. Hier haben Teilnehmer am Rundgang ganz konkrete Vorschläge unterbreitet. Der Ortseingang von Lobberich und Leuth aus soll geschlossener gestaltet werden. Hinsbecks besondere Rolle als Luftkurort werde bisher vernachlässigt. Hoffnung setzen die Hinsbecker darin, dass der unmittelbare Ortskern zwischen Grefrather Straße und Kirche belebt wird.

Sie schlagen vor, dass demnächst zwischen Grefrather Straße und Marienheim ein neues Wohngebiet geplant wird. Ähnliches sollte auch gegenüber dem Friedhof an der Wankumer Straße geschehen. Zur Abrundung könnte dort am Ortsende eine Verbindungsstraße zur Heide (Jugendherberge) gebaut werden, damit die Oberstraße entlastet werden kann. Es gibt auch den Vorschlag, in Hombergen "Wohnen mit Pferden" zu ermöglichen. Diese Sammlung wird im Stadtteilforum mit anderen Fakten vorgetragen. "Wir nehmen gerne auch zusätzliche, neue Ideen auf", betonte Stadtplaner Markus Grühn.

Die enge Zusammenarbeit mit den Bürgern ist der Stadt insgesamt wichtig. Sie gibt vor den Foren jeweils "Stadtteil-Zeitungen" als Information heraus. Außerdem informiert die Internetseite www.nettetal.de über den Prozess. Bürger können sich sowohl in den Foren als auch unmittelbar gegenüber Mitarbeitern der Verwaltung zu Themen äußern. "Es ist nicht jedermanns Sache, sich vor einer größeren Öffentlichkeit zu äußern. Gerade darum ermuntern wir Bürger, sich unmittelbar an uns zu wenden. Wir nehmen alles auf", versprach Susanne Fritzsche.

Ein Thema liegt vielen Bürgern sehr am Herzen. Sie ärgern sich über Schmutz und Verwahrlosung, Proteste gegen freilaufende Hunde und ihre Hinterlassenschaften nehmen drastisch zu. Neuralgische Bereiche sind in Lobberich die Umgebung des Windmühlenbruchs sowie Parks und Grünflächen innerhalb von Stadtteilen. Selbst in Außengebieten wächst der Unmut darüber, dass die Stadt nicht wirksam gegensteuert. FRAGE DES TAGES

(RP/ac)