Nettetaler Sozialausschuss beschäftigt sich mit Blindenleitsystem in Lobberich

Lobberich: Blindenleitsystem Thema im Sozialausschuss

Auf der Tagesordnung stehen am Mittwoch, 7. November, 18.30 Uhr, Anträge von SPD und WIN.

Gleich zwei Parteien haben bei der Stadtverwaltung Anträge zur Nachbesserung des Blindenleitsystems in Lobberich eingereicht. Die SPD- sowie die WIN-Fraktion haben sich des Themas angenommen. Beide Anträge stehen in der nächsten Sitzung des Ausschusses für soziale Angelegenheiten am Mittwoch, 18.30 Uhr, im Rathaus, Doerkesplatz 11 in Lobberich, auf der Tagesordnung.

Die SPD möchte erreichen, dass ein Geländer in der Ludbach-Passage entfernt wird. Es befindet sich am Fuß der Rolltreppe direkt im Leitsystem. „Das ist frech, menschenverachtend“, sagte die Parteivorsitzende Tanja Jansen. Zudem wünschen sich die Sozialdemokraten, dass Händler Ständer mit Waren oder Hinweisschilder so aufstellen, dass sie das Blindenleitsystem nicht verdecken. Ein weiteres, fest installiertes Schild, das neben der Ludbach-Passage Beginn und Ende der Fußgängerzone markierte, hatte die Stadt nach einem RP-Bericht bereits entfernen lassen.

Die Fläche in der Passage sei öffentlich gewidmet, hieß es damals von der Stadt, für die Verkehrssicherheit sei aber der Besitzer zuständig. Dieser – die niederländische Ten Brinke Gruppe – ließ eine Anfrage dazu unbeantwortet.

Die WIN bemängelt, dass das Blindenleitsystem in Lobberich nicht der Norm entspreche. Sie beruft sich auf eine Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der Fraktion von Februar 2016, wonach der Mindestabstand von 60 Zentimetern entlang Hoch-/Markt-/Von-Bocholtz-Straße bis zu 80 Prozent eingehalten werde. Auf der Marktstraße sei es aufgrund der Flächenverhältnisse nicht überall möglich. Das ist der WIN zu wenig. Vorsitzender Hajo Siemes beklagt: „Bislang hat das Thema kaum jemanden interessiert.“ Zusammen mit dem SPD-Antrag startet die Fraktion einen neuen Versuch: Sie fordert, kostengünstige Alternativen für Verbesserungen vorzulegen, etwa beim Abstand sowie bei der Farbe. „Der optische Kontrast des Blindenleitsystems sollte vollständig erkennbar sein“, sagt Siemes. In Lobberich sei es jedoch „grau in grau“. Zudem würden Schächte und Hydranten-Abdeckungen das Leitsystem unterbrechen.

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