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Nettetal: Nettetaler Malteser feiern ihr 50-jähriges Bestehen

Nettetal : Nettetaler Malteser feiern ihr 50-jähriges Bestehen

Die Nettetaler Malteser feierten sich gestern selbst und mit ihnen viele Menschen aus der Stadt und der Region. Mit einer Festmesse in der Lobbericher Pfarrkirche St. Sebastian und anschließendem Festakt im benachbarten Pfarrzentrum "Die Brücke" beging der Malteser-Hilfsdienst (MHD) sein 50-jähriges Bestehen im Bezirk der heutigen Stadt Nettetal und der Gemeinde Grefrath.

Karl Prinz zu Löwenstein, der Sprecher des MHD-Bundesvorstandes, lobte die Arbeit, die die Malteser in Nettetal leisteten. Im roten Priestergewand mit dem achtspitzigen Malteser-Kreuz zelebrierten Domkapitular Heiner Schmitz als Diözesanseelsorger der Malteser im Bistum Aachen, Benedikt Schnitzler als MHD-Ortsseelsorger und der Lobbericher Pfarrer Günther Wiegandt die Festmesse.

In seiner Predigt erinnerte Domkapitular Schmitz an den vor wenigen Tagen verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs, der gesagt hatte: Du brauchst den Mut, um anders zu denken, und den Mut, um es zu tun, wenn Du die Welt verändern willst. Auch die Gründer des MHD Nettetal hätten vor 50 Jahren den Mut gehabt, anders zu denken, anders zu handeln und letztlich auch die Welt ein klein wenig zu verändern. Sie seien "ein Segen für Nettetal und für die Menschen, die deren Beistand brauchten", sagte Schmitz.

Erinnerung an die Gründung

Beim Empfang im Pfarrzentrum begrüßte MHD-Stadtbeauftragter Willi Pollmanns Vertreter vieler Lobbericher Vereine und befreundeter Hilfsorganisationen und MHD-Gliederungen aus Kreis, Land und Bund sowie Landrat Peter Ottmann, den Landtagsabgeordneten Christian Weisbrich und den stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Nettetal, Horst Fenger.

Pollmanns erinnerte an Gräfin Siersdorpff, die am 6. Mai 1961 den Malteser-Hilfsdienst im heutigen Nettetal gegründet hatte. Erste Aufgaben waren damals Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Ausbildung in Erster Hilfe und von Schwesternhelferinnen. 1962 stellte der MHD in Lobberich die erste Katastrophenschutz-Einheit.

Pollmanns erinnerte auch an die provisorische Unterbringung der ersten 32 Jahre, bevor am 23. Oktober 1993 das eigene "Zentrum der Hilfe" an der van-der-Upwich-Straße eingeweiht werden konnte. Für 2012 habe er die Hoffnung, dass das Gebäude entsprechend dem wachsenden Bedarf erweitert werden kann, so Pollmanns.

Als dienstältester Nettetaler Malteser wurde Jakob Pollmanns besonders ausgezeichnet. Außerdem wurde Ausbildungsreferentin Ludwiga Reinold für ihr Engagement geehrt. Die pensionierte Lehrerin entwickelte Lehrpläne, setzte sich für den Aufbau eines Schulsanitätsdiensts und für die Ausbildung von Schwesternhelferinnen ein.

Viele Nettetaler informierten sich während der Fahrzeugschau rund um St. Sebastian über die Aufgaben der Malteser — und die Kinder freuten sich über eine Hüpfburg mit Blaulicht.

(le-)