Nettetal will bei Landesgartenschau 2026 mitmachen

Nettetal : Stadtverwaltung Nettetal bleibt bei Landesgartenschau 2026 am Ball

Ein Grünbogen in Lobberich soll zumindest Nebenschauplatz werden. Nettetal beruft sich auf die gute Beurteilung der konzeptionellen Vorschläge.

Nachdem im ersten Anlauf der große Wurf beim Wettbewerb um die Bewerbung als Standort der Landesgartenschau 2026 („Laga 2026“) nicht gelungen ist, will die Stadt Nettetal aber am Ball bleiben. Stimmt die kreisintern als Hauptstandort favorisierte Gemeinde Grefrath einer Machbarkeitsstudie zu, möchte Nettetal mit dem Bereich „Pierburg-Ingenhovenpark-Stadtzentrum Lobberich“ als Nebenschauplatz mitmachen. Will Grefrath die Laga 2026 nicht als Hauptstandort veranstalten, soll sich Nettetal als Hauptstandort bewerben. Dies haben die Mitglieder des Ausschusses für Stadtplanung beschlossen.

Weil der Grefrather Gemeinderat bisher noch nicht auf das Votum einer von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Viersen initiierten Studie reagiert hat, zeigen die Nettetaler erneut Flagge. Sie berufen sich dabei auf die gute Beurteilung, die ihr Konzept gefunden hatte. Dies sah einen Grünbogen vom Areal am Breyeller Bahnhof (früher Rötzel) über Quellensee, Onnert und Windmühlenbruch bis zum Ingenhovenpark und dem Industriegelände Pierburg in Lobberich vor.

Die Gutachter hoben „die Möglichkeiten einer deutlichen städtebaulichen Entwicklungsperspektive (hervor), die eine Revitalisierung von industriellen Brachflächen sinnvoll einbezieht“. Bei Landesgartenschauen geht es nämlich inzwischen nicht mehr nur um schöne Gärten und Parkanlagen (siehe Grefrath 1970/71), sondern um die neue Nutzung früherer Gewerbe- und Industriebereiche (wie beim Bergbaugelände in Kamp-Lintfort bei der Laga 2020).

Will Grefrath die Ausrichtung der Laga 2026 übernehmen und wird nach „städtebaulichen Referenzflächen“ gesucht, will Nettetal die für Lobberich vorgesehenen Projekte anmelden, zumal die beiden Standorte auch schnell und klimaneutral über den Bahnradweg miteinander verbunden sind. Zieht diese Alternative, will die Stadt aber Breyell nicht links liegen lassen. Dann sollen für die Sanierungsfläche rund um den Bahnhof im Rahmen des „Maßnahmenplans 18-23“ eigene Ideen entwickelt werden.

(mm)
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