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Nettetal Stadttheater: Ein Blick in die Werner-Jaeger-Halle

Nettetals Stadttheater : Ein Blick in die Werner-Jaeger-Halle

Im Oktober 1974 wurde die Lobbericher Veranstaltungshalle in Betrieb genommen, nun soll sie aufwändig saniert werden. Der Spielbetrieb findet währenddessen abgespeckt an anderen Orten statt. Ein Blick hinter die Kulissen.

Am 18. März ist Schluss: Wenn die Live-Band nach dem Rio-Reiser-Abend die Bühne der Werner-Jaeger-Halle verlässt, fällt dort der vorerst letzte Vorhang. Dann beginnt die aufwändige Sanierung der im Oktober 1974 in Betrieb genommenen Veranstaltungshalle in Lobberich.

Stühle, Bezüge, Teppich, Fenster und Installationen – in der Halle wurde vieles seit den 70er-Jahren nicht mehr ausgetauscht, sagt Roger Dick, Leiter der Nette-Kultur bei einem Besuch in der Werner-Jaeger-Halle: „In vielen Dingen sind wir am Anschlag.“ So sei bereits mehrfach während Veranstaltungen die Heizung ausgefallen, im Kindertheater musste Frau Holle während sie den Besuchern von Sonnenschein berichtete, unterbrechen, weil Regenwasser durch die Decke lief, das Wasser stand auf der Bühne. Immerhin: „Wir haben noch keine Veranstaltung absagen müssen“, sagt Dick.

Die Halle wird rege genutzt. Neben den Veranstaltungen nutzen sie die Schüler des Werner-Jaeger-Gymnasiums als Aula. Mit Theater-Arbeitsgemeinschaft, zwei Literaturkursen sowie Orchester und Chor kommt die Halle auf etwa 170 Nutzungen pro Jahr plus die dazugehörigen Proben, berichtet Haus- und Bühnentechniker Michael Schmitz. 517 Personen finden darin Platz; 350 unten, der Rest auf der Empore.

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Wie genau die Halle nach der Sanierung aussehen wird, sei noch unklar, sagt Dick: „Der Architekt plant gerade.“ Als erstes aber wird das Dach neu gemacht, berichtet Bürgermeister Christian Wagner (CDU). Dick: „Die Stahlträger sollen durch Holzbalken ersetzt werden.“ Die vermutlich für die Besucher augenscheinlichste Veränderung: Der Eingang soll vom Schulhof an die Straße An den Sportplätzen verlegt werden.