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Nettetal: Stadt startet Kultur-ABo-Reihen mit Corona-Regeln

Kultur in Nettetal : Mit Corona-Regeln in die neue Spielzeit

Auch in Corona-Zeiten startet die Stadt ihr Kulturprogramm. Die Termine der Abo-Reihen und des Kindertheaterprogramms finden statt – mit mehr Abständen.

Personalisierte Sitzplätze, freigehaltene Sitze neben den gebuchten, Ausdehnung der Reihen, Bewirtschaftung ohne Gläser – im Vorfeld hat sich Nettekultur viele Gedanken gemacht, wie man trotz der Einschränkungen durch die Corona-Bedingungen das Kulturprogramm anbieten kann. Bürgermeister Christian Wagner (CDU) hat grünes Licht gegeben, dass das Kulturprogramm, beschränkt auf die Aboreihen und das Kindertheater, wie geplant über die Bühne gehen kann.

Roger Dick, Leiter von Nettekultur, ist froh, dass es wieder weitergeht. Er will die Spielzeit voll anbieten, los geht es am 24. September mit den Gespensterjägern beim Theater für Kinder. Für die Erwachsenen geht es am 1. Oktober los mit dem „Zickenzirkus“. Der Kabaretttermin Christoph Sieber am 26. September wurde auf die Saison 21/22 verschoben. Das „Streichholztheater“ am 21. November wurde vom Rheinischen Landestheater Neuss abgesagt, weil die Aufführung nicht coronakonform gegeben werden kann.

In der vergangenen Saison musste das Programm wegen Corona mittendrin abgebrochen werden. Die Stadt hat allen Künstlern und Ensembles für die abgesagten Vorstellungen ein Ausfallhonorar bezahlt, um die Künstler nicht völlig im Regen stehen zu lassen. Alle, die ihre Einzelkarten zurückgaben, haben ihr Geld zurückbekommen. Auch die Kosten für die Abos wurden anteilig erstattet. Das heißt, die Kulturfreunde gehen kein Risiko ein, jetzt erneut eine Vorstellung oder ein Abo zu buchen. Bei einer Verschlechterung der Lage, bei der wieder Vorstellungen abgesagt werden müssten, ist das Geld nicht verloren oder „geparkt“. Es gab auch etliche Kulturfreunde, die das Eintrittsgeld spendeten. Mit diesem Geld konnten 150 Karten für Kindertheater bezahlt werden, Kulturnette verdoppelte das Kontingent, so dass die Kita-Kinder in den Genuss einer Theatervorstellung kommen können. Interessierte Kitas können sich noch melden.

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Der Seerosensaal und die Aula der Realschule in Kaldenkirchen werden nicht voll ausgelastet. Die Reihen werden entzerrt, links und rechts von gebuchten Plätzen bleibt der Sitz leer. Da die Eintrittskarten personalisiert sind und nicht weitergegeben werden dürfen, ist die Rückverfolgbarkeit der Anwesenden gewährleistet. Die Bewirtung in den Pausen wird ohne Gläser gehen müssen, es werden kleine Flaschen ausgegeben, auf Sekt müssen die Kulturfreunde allerdings erst einmal verzichten. Damit es kein Gedränge an der Garderobe gibt, können die Besucher ihre Jacken und Mäntel mit in den Saal nehmen, zumindest in Kaldenkirchen. Vor den Eingang des Seerosensaals kommt eine Überdachung, damit Wartende bei Regen nicht nass werden.

 Überfüllung ist im Moment sowieso nicht das Problem. Die Anmeldezahlen sind mehr als mau. Bis Ende August wurden nur 152 Abonnements verkauft. Da sich die Abos nicht verlängern, müssen sich die Interessenten jede Saison neu entscheiden. Im Moment passt das gut ins Konzept, weil der Seerosensaal nur mit 288 Gästen und die Aula Realschule nur mit 137 bespielt werden. Auch der Einzelkartenverkauf ist noch nicht besonders angelaufen. Dick hofft, der Verkauf nimmt Fahrt auf, wenn klar ist, dass die Termine auch wirklich stattfinden.