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Nettetal: Stadt beginnt mit Digitalisierung von Baugenehmigungsakten

Digitalisierung der Verwaltung : Erleichterung für Bauherren und Architekten

Der erste Schritt: Die Stadt Nettetal stellt zusammen mit dem Kommunalen Rechenzentrum Baugenehmigungsakten auf Digitalisierung um.

Zusammen mit der Stadt Nettetal ist das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) einen völlig neuen Weg gegangen und hat ein Pilotprojekt erfolgreich an den Start gebracht. Die Umstellung ist die Voraussetzung für eine Digitalisierung der Baugenehmigungsakten. Am 7. August stellt die Stadt auf das neue Fachverfahren ProBaug um.

Antragsverfahren, die im bisherigen „alten“ Fachverfahren noch nicht abgeschlossen werden konnten, werden bereits im neuen Format erfasst. Mit der Erfassung im neuen Format erhält das Antragsverfahren ein neues Aktenzeichen. Die Unterlagen, die eingereicht wurden, und der Schriftverkehr bleiben dabei unverändert.

Architekten und Bauherren erhalten dann eine Mitteilung über das neue Aktenzeichen. Diese sind so aufgebaut, dass eine Anfrage sofort dem direkten Sachbearbeiter zugeordnet werden kann. Dies spart Zeit und ermöglicht eine direkte Ansprache.

Neue Anträge sind sowohl in Papierform, als auch digital im PDF-Format einzureichen. Eine rein digitale Abwicklung ist noch unmöglich, da Antragsunterlagen als auch die Baugenehmigung noch mit Original-Unterschrift vorgehalten werden müssen. Schriftverkehr solle per E-Mail erfolgen. Dieser werde dem jeweiligen Antragsverfahren zugeordnet und sei damit digital hinterlegt.

Auch die Baugenehmigungsakten und die Denkmalakten wird ein  externer Anbieter digitalisieren. Im laufenden Betrieb wurden bereits etwa 6000 Baulasten erfasst.

Diese Erfassung brachte die Erkenntnis, dass die noch umfangreicheren Bau- und Denkmalakten nicht in Eigenregie digitalisiert werden können. „Papierakten bleiben uns trotz Digitalisierung noch ein Weilchen erhalten“, so Fachbereichsleiterin Carola Schellhorn.

Das Kreisarchiv wird die sogenannten Hausakten aber noch sichten müssen. Markus Grühn, Geschäftsbereichsleiter für Stadtentwicklung und Bauen, freut sich über die Einführung des neuen Fachverfahrens: „Ich bin stolz auf die Kollegen der Bauaufsicht. Solch ein Projekt trotz Corona-Pandemie an den Start zu bringen, ist eine tolle Sache.“

(hb)