Nettetal: Sparkassen-Chefin soll im Rat ihre Pläne erklären

Nettetal : Sparkassen-Chefin soll im Rat ihre Pläne erklären

Nach dem Bericht über die Veranstaltung der Frauen Union mit Birgit Roos, schreibt die SPD einen offenen Brief an sie.

Die Vorstandvorsitzende der Sparkasse Krefeld, Birgit Roos, kam auf Einladung der Frauen Union Nettetal zu einer Lesung nach Lobberich. Im Rahmen dieser Veranstaltung antwortete sie der FU-Vorsitzenden Gaby Glatz im Zusammenhang mit den geplanten Schließungen von Sparkassen-Filialen, bisher sei nicht vorgesehen, dass der Sparkassenbus auch in Leuth halte.

Diese Information im Rahmen dieser Veranstaltung nimmt nun Renate Dyck, Vorsitzende der SPD-Fraktion im Nettetaler Stadtrat, zum Anlass, einen offenen Brief an die Sparkassen-Chefin zu schreiben. Dyck erinnert daran, dass Sparkassen-Abteilungsleiter Jochem Dohmen in der Sitzung des Rates am 10. September zu diesem Thema den gewählten Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Rede und Antwort stand. Dohmen versprach, die Anregungen aus der Sitzung in den Sparkassenvorstand für weitere Überlegungen mitzunehmen.

In ihrem offenen Brief schreibt Renate Dyck: „Gehört haben wir bisher nichts von Ihnen. Bis jetzt. Da teilen Sie unverblümt in einem Pressebericht über eine Lesung des Buches von Michelle Obama bei der Frauenunion der CDU der erstaunten Öffentlichkeit mit, dass sich an Ihren Vorhaben nichts, aber auch gar nichts geändert habe. Perfider geht es unserer Auffassung nach nicht. Die gewählten Gremien der Bürgerschaft werden von Ihnen unserer Wahrnehmung nach ignoriert und damit in unseren Augen nicht ernst genommen.“

Die Nettetaler SPD-Politikerin vermutet für die Art und Weise, diese Information zu platzieren, „eine strategische und taktische Vorgehensweise“. In einer Position an der Spitze einer Bank sei ihr „Strategie und Taktik selbstverständlich nicht fremd“. Zum Schluss appelliert Dyck an Birgit Roos: „Aber bitte, sehr geehrte Frau Doktor Roos, tun Sie uns den Gefallen und versuchen Sie nicht, die gewählten Gremien außer Acht zu lassen. Haben Sie den Mut und stehen dem Rat der Stadt Rede und Antwort, anstatt sich in Zirkeln zu erklären.“

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