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Nettetal: So war die Zaubershow mit Marc Weide

Lobberich : Kurzweilige Show begeistert Publikum

Marc Weide, Weltmeister im Salonzaubern, gastierte auf Einladung seines Nettetaler Kollegen Schmitz-Backes im Rahmen des Rheinischen Varietés im Lobbericher Seerosensaal.

Im Alter von elf Jahren wurde Marc Weide von Magier David Copperfield auf die Bühne seiner Show in der Oberhausen Arena geholt, erlebte hautnah, wie dieser spektakulär von der Bühne verschwand. Damals reifte in ihm die Idee, selbst Zauberer zu werden. Ein Video, das er zu Beginn abspielen lässt, zeigt ihn als Kind bei ersten Zaubertricks vor seiner Familie. Den Sprung in die Zauberkunst hat er geschafft, der 28-Jährige wurde 2018 bei den Weltmeisterschaften der Zauberkunst in Südkorea zum Weltmeister gekürt. Am Sonntag trat er auf Einladung von Michael Schmitz alias Schmitz-Backes im Rahmen des Rheinischen Varieté vor 800 Zuschauern im Seerosensaal in Nettetal auf.

In seinem aktuellen Programm „Hilfe, ich werde erwachsen“ beschreibt Weide, dass er sich mit 28 Jahren zwar noch nicht so aufführe wie ein Erwachsener, erklärt dies mit den TOP 5 der untrüglichen Anzeichen des Erwachsenwerdens. Dazu zähle beispielweise der Besitz von Gästehandtüchern oder die bewusste Entscheidung für gesundes Essen. Immer wieder spricht er über eigene Träume und Erlebnisse seiner Kindheit, kombiniert diese geschickt mit seinen Zaubertricks. In dem Programm soll das Publikum immer wieder ins Staunen geraten, und Weide setzt häufig noch einen Extrapunkt hinzu. Viele Tricks können die Besucher durch eine nah auf ihn gerichtete Kamera parallel auf einer Leinwand verfolgen, ihm so quasi genau „auf die Finger sehen“. Seine bevorzugten Requisiten beim Zaubern sind alltägliche Gegenstände, die jeder aus dem Alltag kennt: Er zauberte Eheringe von Zuschauern zusammen und wieder auseinander, verwandelte eine Mini-Colaflasche in eine mit echtem Inhalt und einen 20-Euro-Schein in einen 5-Euro-Schein und  verwandelte in Anlehnung an den Illusionisten Uri Geller einen Löffel in eine Gabel. Bei einer Zeitreise in die Vergangenheit schafft er es sogar, einen Kartentrick „rückwärts“ ablaufen zu lassen.

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Für viele Überraschungslaute sorgte die Nummer mit einem vorab produzierten Einspielfilm: Dabei schaffte Weide es, fünf willkürlich von Zuschauern ausgewählte Spielkarten in diesem Einspieler vorkommen zu lassen. Viele Requisiten holt Weide dabei aus seinem alten Schultornister, Kartenspiele etwa, ein Glas oder einige seiner alten Lieblingscomics. Ein Zuschauer wurde etwa auf die Bühne geholt und sollte sich einen dieser Comics aussuchen, dann ein Wort auf einer von ihm ausgewählten Seite merken. Weide erriet nicht nur das Wort, sondern ließ auch die Buchseite aus dem Comic verschwinden. Auch die Illusion, mit der er Weltmeister im Salonzaubern wurde, zeigt Weide: Bei diesem wirklich spektakulären Trick namens „Das große Kartenwunder“ erscheint unter anderem eine Spielkarte auf seinem T-Shirt, diese beginnt sogar zu brennen, als er die gleiche Papier-Spielkarte in seiner Hand anzündet.

Das Besondere an Marc Weide: Er bietet dem Publikum eine kurzweilige und gelungene Mischung aus Comedy und Zauberei, fragt zwischendurch nach: „Gibt es Fragen an dieser Stelle oder ist alles klar soweit?“ und erklärt, wie wichtig das Publikum für die einzelnen Tricks ist, denn dieses zeige die Realität. Denn er wisse ja, wo ein vorher weggezaubertes Tuch während des übrigen Tricks sei, wäre also selber nicht überrascht. Die Stimmung ist während der gesamten Show hervorragend, die Tricks werden mit vielen Begeisterungsrufen, Stampfen und Applaus belohnt. Durch den frühen Beginn um 18 Uhr waren viele Kinder zugegen, sie reckten sich merklich auf den Stühlen nach oben oder setzten sich direkt in den Mittelgang, um nichts zu verpassen.