Wechsel in Nettetal Ansgar Reichmann als Chef der Biologischen Station verabschiedet

Nettetal-Hinsbeck · 22 Jahre lang hat Ansgar Reichmann die Biologische Station Krickenbecker Seen geleitet. Nun geht er in den Ruhestand. Zu seinem Abschied wurde er im Infozentrum gewürdigt, das auch unter seiner Ägide entstanden ist.

Ansgar Reichmann (links) wird in den Ruhestand gehen, Manuel Püttmans (rechts) wird sein Nachfolger.

Ansgar Reichmann (links) wird in den Ruhestand gehen, Manuel Püttmans (rechts) wird sein Nachfolger.

Foto: Heinz Koch

So voll ist es nicht alle Tage im Infozentrum der Biologischen Station Krickenbecker Seen: 150 Gäste waren dort am Montag, 27. Mai, versammelt, um deren Geschäftsführer Ansgar Reichmann in den Ruhestand zu verabschieden. Darunter Abgeordnete des Bundes- und des Landtages, Politiker des Kreises Viersen sowie Bürgermeister von Städten der Kreise Viersen und des Kreises Kleve. Hinzu kamen Vertreter von Naturverbänden und -organisationen.

2002 übernahm Reichmann die 1988 entstandene Station als Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter. In diesen 22 Jahren führte er sie Station zu einer über Deutschland hinaus bekannten Institution. In ihren Grußworten betonten Marcus Optendrenk, NRW-Finanzminister und Vorsitzender des Fördervereins Krickenbecker Seen, sowie der Landrat des Kreises Viersen, Andreas Coenen, die Bedeutung von Reichmanns Wirkens für die Natur im Grenzraum. Insbesondere seine Beharrlichkeit habe ihn ausgezeichnet. Wenn ein Verbesserungsvorschlag nicht beim ersten Mal eine Mehrheit gefunden habe, sei er in etwas optimierter Form später wieder auf den Tisch gekommen. Und meist habe er dann Erfolg gehabt. Erinnert wurde dabei insbesondere an das Rohrdommel-Projekt, das Reichmann gegen große Bedenken vieler Seiten durchsetzte und das heute bei Naturschützern wie bei Naturliebhabern zu den Vorzeigeobjekten gehöre.

Über die Zeit der Ausbildung erzählte humorvoll sein langjähriger Wegbegleiter Klaus Nottmeyer, heute Leiter der Biologischen Station Ravensberg im Kreis Herford. Gemeinsam hätten sie schon früh erfahren müssen, dass zur Durchsetzung eines guten Vorschlags immer eine gute politische Verbindung zur Realisierung gehörte. Diese Erfahrungen hätten schon damals gezeigt, dass Reichmann neben dem fachlichen Wissen auch die Beharrlichkeit besaß. Dies betonte auch der Vorsitzende des Trägervereins der Station, Armin Huber. „Er war immer sparsam bei den Ausgaben, was mir die Arbeit erleichterte“, so Huber. Dank der zahlreichen Verbindungen, die Reichmann in seiner Zeit knüpfen konnte, konnte die Station viele Projekte realisieren.

In seinen Dankesworten, bei denen Reichmann zeitweise aus Rührung die Stimme versagte, dankte dieser allen für erfolgreiche 22 Jahre. Sein Dank galt neben den Wegbegleitern und Verantwortlichen auch den Geldgebern, insbesondere der Sparkassen-Stiftung Natur und Kultur Kreis Viersen und dem Land Nordrhein-Westfalen, sowie seinem Team, das ihn stets unterstützt habe. „Man macht so etwas nie allein“, betonte er. Seinem Nachfolger Manuel Püttmans aus Willich wünschte er alles Gute für die weiteren Aufgaben.

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