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Nettetal: Rainer Koppe entdeckt das andere Nettetal in Rheinland-Pfalz

Der Lobbericher Rainer Koppe auf Wanderschaft : Das andere Nettetal

Der Lobbericher Rainer Koppe erwanderte das Tal der Nette in Rheinland-Pfalz. Er wollte nämlich immer schon einmal wissen, was es mit diesem Tal auf sich hat.

Wer auf der A 61 in Richtung Koblenz unterwegs ist, der überfährt etwa zehn Kilometer hinter dem Laacher See eine große Talbrücke, auf der in Stein gemeißelt das Wort „Nettetal“ steht. Anfang der 1970-er Jahre wurde die rund 700 Meter lange Autobahnbrücke erbaut. Unser Leser Rainer Koppe – gebürtig aus Nettetal-Lobberich – wollte immer schon mal wissen, was es mit diesem Nettetal in Rheinland-Pfalz auf sich hat. Er begab sich nun auf Spurensuche und fand schnell heraus, dass es keinen weiteren Ort mit Namen Nettetal, wohl aber ein Nettetal mit einem Fluss Nette gibt.

Als passionierter Wanderer machte er sich auf in den über 1000 Jahre alten kleinen Ort Trimbs im Landkreis Mayen-Koblenz, um von dort auf dem Nette-Schieferpfad die fremde Nette und deren Tal zu erkunden. Die 59 Kilometer lange Nette, die in Hohenleimbach im Landkreis Ahrweiler entspringt und später in den Rhein mündet, hat hier schon fast die Hälfte ihres Weges zurückgelegt.

Doch bevor Koppe das Gewässer zu Gesicht bekommt, heißt es erst mal hinauf durch Felder und Wälder und vorbei an schroffen Schieferklippen und Felsformationen. Der Nette-Schieferpfad, einer der sogenannten Traumpfade in der Eifel, macht seinem Namen alle Ehre. Auf der gesamten Strecke sind rund 10 Info-Tafeln aufgestellt. „Eine tolle Sache, um einfach und bequem ein wenig Hintergrundwissen zu erlangen“, sagt Koppe.

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Neben der Nette ist Schiefer das Thema des Tages. Am Rand des Nettetals besteht der Wanderpfad teilweise selbst aus Schiefer und er führt durch Schieferfelsen hindurch. Der Schiefer wird bis heute in der Region abgebaut, auch wenn viele – teilweise privat betriebene – Abbaukammern inzwischen stillgelegt sind. Als er kurze Zeit später die Nette erreicht, wirkt sie sehr vertraut bis auf den rauschenden Wasserfall in der Nähe. Der Fluss selbst ist jedenfalls ähnlich groß wie die heimische Nette. Die ufernahe Wegführung macht das unmittelbare Erleben der Flusslandschaft möglich.

Ruhig und gemächlich bewegt sich das Wasser der Nette. Dann geht es wieder bergauf und durch den 250 Meter langen Tunnel einer ehemaligen Eisenbahnlinie. Weiter führt der Weg – nun wieder als schmaler Pfad – steil hinauf bis zum höchsten Punkt der Wanderung. 

Die Trimbser Ölmühle, die bis 1900 in Betrieb war, gibt es leider nur noch als Nachbildung im Maßstab 1:12 zu bewundern. Für die neun Kilometer lange Strecke mit 300 Höhenmetern hat Koppe drei Stunden benötigt.

(hb)