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Nettetal nimmt an dem Wettbewerb „Stadtgrün – naturnah“ teil

Nettetal : Bunte Wiese statt grüner Rasen

Nettetal nimmt an einem bundesweiten Wettbewerb mit 14 anderen Städten teil. Die biologische Vielfalt soll unterstützt werden.

Was haben Augsburg und Nettetal gemeinsam? Die schwäbische Metropole und die Seenstadt am Niederrhein nehmen in diesem Jahr an dem Wettbewerb „Stadtgrün – naturnah“ teil, gemeinsam mit 13 weiteren Städten bundesweit. Bewertet wird ihr Engagement bei der naturnahen Gestaltung öffentlicher Grünflächen, beispielsweise durch die Entwicklung von Rasen zu artenreichen Grünflächen, die Verwendung heimischen Saat- und Pflanzgutes und den Verzicht auf Pestizide. Der Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz des Stadtrates gab nun „grünes Licht“ für die Bildung eines Arbeitskreises und erste Beratungen.

Die Beteiligung an dem Wettbewerb hatte die Grünen-Fraktion im vergangenen Jahr angeregt, als sie vorschlug, die Stadt solle auch, wie etwa Mönchengladbach und Willich, dem Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt beitreten. Das haben bis jetzt 176 Städte und Kreise zwischen Timmendorfer Strand an der Ostsee und Murnau am Staffelsee getan, mehr als 300 haben eine Deklaration unterschrieben. Diesen Schritt unternahm der Nettetaler Ausschuss jetzt noch nicht, weil die CDU-Fraktion noch Beratungsbedarf hatte. So setzte Ausschussvorsitzender Guido Gahlings von den Grünen das Thema schon jetzt auf die Tagesordnung der Herbstsitzung.

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Unabhängig davon läuft der Wettbewerb in mehreren Stufen. Er beginnt mit der Einsetzung einer Lokalen Arbeitsgruppe (LAG), der nach dem Vorschlag des Ältestenrates die Mitglieder der Baumkommission des Ausschusses, Mitarbeiter des Nettebetriebs und des Grünflächenamts sowie Heinz Tüffers (Naturschutzbund) und ein Mitarbeiter der Biologischen Station Krickenbecker Seen angehören sollen. Diese erfassen zunächst die Flächen, die für eine naturnahe Pflege infrage kommen. Anregungen und erste Beurteilungen erhält die LAG durch Fachleute des Bündnisses, die zu einem Besuch nach Nettetal kommen werden.

Dann müssen ein Maßnahmenplan und eine Grünflächenstrategie erarbeitet werden. Dabei und auch bei der Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit für mehr Natur in der Stadt bietet das Bündnis weitere professionelle Unterstützung. Am Ende des zwölf Monate dauernden Prozesses wird sich herausstellen, ob Nettetal eine Auszeichnung in Bronze, Silber oder Gold erhält.

Zurzeit wird im Grünflächenamt an der Zusammenstellung der Flächen in Nettetal gearbeitet, die für eine ökologische Aufwertung infrage kommen könnten. Die Lokale Arbeitsgruppe soll am 11. April erstmals zusammenkommen und möglicherweise Ergänzungen einbringen, denn sie soll den Austausch zwischen Stadtverwaltung und Bürgerschaft befördern. Das zweite LAG-Treffen ist für den 24. Juni terminiert, am darauffolgenden Tag kommt die Fachleutegruppe des Bündnisses, um sich die Stadt anzuschauen. Darunter ist auch ein Vertreter einer Kommune, die im vorigen Jahr an dem Wettbewerb teilgenommen hat. Wann schließlich die Grünflächenstrategie diskutiert und verabschiedet wird, steht noch nicht fest.