Investition in Nettetal Feuerwehr hat neue Masken und Totmannwarner

Nettetal · Die Feuerwehr sorgt für die Sicherheit der Nettetaler, die Stadt muss für die Sicherheit der Feuerwehr sorgen. Darin hat sie jetzt investiert: Die Wehren bekamen neue Geräte, die das Leben der Einsatzkräfte besser schützen.

 Die neuen Masken sind dichter und sorgen dafür, dass keine Schadstoffe mehr eindringen können .

Die neuen Masken sind dichter und sorgen dafür, dass keine Schadstoffe mehr eindringen können .

Foto: Feuerwehr Nettetal

Gerätehäuser, Fahrzeuge, Ausrüstung – es ist in den letzten Jahren einiges an Bedarf bei der Freiwilligen Feuerwehr in Nettetal zusammengekommen. Die Stadt wird etliche Millionen Euro investieren müssen. Immerhin ist bei den sechs Löschzügen im Stadtgebiet mit ihren insgesamt knapp 230 Aktiven jetzt eine Lieferung angekommen: 120 neue Atemschutzgeräte mit leichteren Flaschen und den dazugehörigen Atemschutzmasken wurden für sie beschafft. Die Geräte vom Typ „Dräger Air Boss“ lösen die bisherigen schwereren Altgeräte ab. „Die neuen Atemschutzgeräte zeichnen sich durch einen deutlich besseren Tragekomfort für den Atemschutzgeräteträger aus“, erklärt ein Sprecher der Wehren.

Zusätzlich, so teilte die Feuerwehr weiter mit, wurden Masken mit Normaldruck-Technik gegen 240 Stück neue Überdruckmasken vom Typ „Dräger FPS 7000“ ausgetauscht. „Somit verfügt die Feuerwehr Nettetal jetzt über ein einheitliches Überdruck-System. Mit dieser neuen und zukunftsweisenden Technik ist nun sichergestellt, dass beim Atmen in die Maske keine Schadstoffe mehr eindringen können. Auch die Atemtätigkeit unter der Maske ist damit für die Einsatzkraft etwas leichter“, so der Sprecher.

Weitere Investition in die Sicherheit der Einsatzkräfte: Es wurden zusätzliche 140 Bewegungslosmelder mit der Bezeichnung „Bodyguard 1000“ angeschafft für Feuerwehrleute, die mit Atemschutzgeräten im Einsatz sind. Die Geräte sind in Feuerwehrkreisen auch unter dem Begriff „Totmannwarner“ bekannt. Sie überwachen die Bewegungen der Wehrleute. Wenn über einen Zeitraum von 25 Sekunden keine Bewegung der Einsatzkraft erfolgt, wird am Gerät ein Warnzustand aktiviert. Ist dieser nicht nach weiteren acht Sekunden aufgehoben worden, sendet der Bodyguard akustische und optische Warnsignale. Mithilfe des Geräts können Feuerwehrleute in Gefahrensituationen somit schneller ausfindig gemacht und von einem Sicherheitstrupp aus dem Gefahrenbereich gerettet werden.

Auch die Atemschutzwerkstatt der Nettetaler Wehr musste weiter aufgerüstet werden. Es wurden weitere Geräte angeschafft, die eine effiziente und sichere Reinigung und Desinfektion der getragenen Ausrüstungsgegenstände gewährleisten, teilte die Feuerwehr weiter mit. Mit den Anschaffungen sei die Wehr für die Zukunft gut aufgestellt, meint Jochen Meiners stellvertretender Leiter der Feuerwehr Nettetal.

Erheblicher Investitionsbedarf besteht für die Stadt Nettetal in den kommenden Jahren auch bei der Beschaffung neuer Fahrzeuge und vor allem bei Modernisierung und Erweiterung von Gerätehäusern.

(hh)