Schützenfest in Nettetal König Kiwitt sorgt mit seiner Tochter für eine Premiere

Nettetal-Breyell · Es gibt Neuerungen beim Schützenfest in Breyell: Die Tochter von König Klaus Anton Kiwitt ist die erste Ministerin, und auch beim Nachwuchs hat sich die Lambertus-Bruderschaft etwas einfallen lassen.

Nettetal: So feiert die Bruderschaft in Breyell Schützenfest
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So schön feiert die Lambertus-Bruderschaft

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Foto: Ja/Knappe, Joerg (jkn)

Die St.-Lambertus-Bruderschaft Breyell hat Ausdauer: Ihr Schützenfest dauert fünf Tage lang, von der „Party in Breyell“ mit 1000 Gästen bis hin zum ausverkauften Königsgalaball mit 600 Personen als krönender Abschluss. Hinter der Generalität der Breyeller haben die blau-bejackten Sappeure mit ihren schwarzen Pelzhelmen (und einem Haarstutz darauf) eine Ausnahmestellung. „Ob bei unseren Umzügen oder beim großen Festzug, sie marschieren direkt hinter der Generalität und tragen dabei jetzt auch ihre neuen Beile“, sagt Brudermeister Wilfried Schmitz. „Da passen wir uns den großen Schützenfesten in Neuss und Korschenbroich sowie dem Bundesschützenfest an.“

Den ältesten Zug bilden die Königsgrenadiere mit dem 94-jährigen Friseurmeister Hans Hoffmanns in ihren Reihen. Frank Jansen macht sein erstes Schützenfest als General. Ihm stehen zur Seite Sohn und Vater, Generaladjutant Tim Bellen und Oberst Roland Bellen, sowie Oberstadjutant Karl Friedhoff. Bei den Breyellern zieht ein Kinderzug mit 13 Jungen und Mädchen von sechs bis 15 Jahren mit. „Um Nachwuchs brauchen wir uns keine Sorgen zu machen“, sagt Schmitz. Vize-Brudermeister Stephan Ververs erzählt: „Die Kinder unter sechs Jahren stehen schon mit scharrenden Füßen bereit, um in zwei Jahren im Kinderzug mit dabei sein zu können.“

Erstmals wurde mit der elfjährigen Nele Heusen eine Bambini-Prinzessin gekürt. König Klaus Anton Kiwitt (mit Rosemarie) hat seine Tochter Antonia (mit ihrem Lebensgefährten Sven Voß) und Josef Siemes (mit Thekla) als Ministerpaare dabei. Und des Königs Tochter Antonia (30) sorgte bei den Breyellern für ein Novum. „Ich finde das großartig, als erste Frau Ministerin zu sein und dann auch noch in der Kombination von Vater und Tochter und ich glaube, ich stehe da genauso hinter wie mein Vater“, sagt sie. Ebenfalls einmalig bei den Breyellern: Mit Katja Feldges schreitet eine Adjutantin dem König voran.