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Nettetal: Künstlersympoisum im ProjektRaumKunst in Busch

Bildende Kunst in Nettetal-Leuth : Kreatives Miteinander von acht Künstlern

Der ProjektRaumKunst Busch 8 hatte acht Künstler aus ganz Deutschland und den Niederlanden zu einem Symposium geladen. Am Sonntag, 9. August, werden Ergebnisse präsentiert.

Es herrscht eine fast klösterlich anmutende, konzentrierte Stille im großen Atelierraum an Busch 8 in Nettetal-Leuth. An den in der Backsteinhalle großzügig verteilten Werkorten arbeiten Künstler in ihrem je eigenen Schaffenskosmos. Und schöpfen dabei doch kreativ aus dem Miteinander. Es ist mal wieder Projektzeit im Atelier von Barbara und Klaus Schmitz-Becker, die 13. mittlerweile.

Ausrichter ist diesmal der 2019  neu gegründete Nettetaler Kunstverein „ProjektRaumKunst Busch 8“ mit mittlerweile 50 kunstinteressierten Mitgliedern aus Nettetal und Umgebung. „Wir haben die bislang private Arbeit in die Vereinsarbeit überführt“, erläutert Barbara Schmitz-Becker. Seit einer Woche sind acht Künstler aus ganz Deutschland und den Niederlanden zum Künstlersymposium dort versammelt. Und erstaunlich viel ist schon in dieser Zeit entstanden: Drucke, Zeichnungen, Aquarelle, Frottagen, Lichtobjekte, Installationen. Dabei ist bewusst kein Thema vorgegeben, es gibt auch Produktionszwang. „Die Gäste sollen sich vom Ort und den Mitkünstlern inspirieren lassen“, sagt Gastgeberin Barbara Schmitz-Becker.

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Bei der Auswahl der Künstler setze man auf „spannende Kombinationen“. Ein Konzept, das aufgeht: „Das ist ein total schönes Arbeiten in einer guten Atmosphäre“, meint Tatjana Basting aus Berlin. „Man kann Sachen ausprobieren, frei und spielerisch.“ Im wild verwunschenen großen Garten hat Elisabeth Brügger aus Höxter einen Tüllvorhang zwischen zwei Bäume gespannt, aus dem Efeu darunter lugen helle Vasen hervor. Klaus Schmitz-Becker hat eine dünne rechteckige Fläche aus Beton auf den Rasen gelegt. Das fragile Objekt, das einen Bewegungsablauf darstellt, trocknet noch. Daniela Baumann aus Solingen hat sich durch den Baumbestand im Garten und die zahlreich vorhandenen Mücken inspirieren lassen. Jan Philip Scheibe aus Hamburg hat die Fotografie einer niederrheinischen Landschaft in ein tragbares Lichtobjekt verwandelt. Christian Paulsen aus Essen nimmt Frottage-Abdrücke vom Boden sowie den grob verputzten und gekälkten Wänden.

Waren es sonst zehn bis zwölf Künstler, die teilnahmen, sind es wegen der Abstandsregeln diesmal nur acht. Sie wohnen zehn Tage lang im großen Haus von Barbara und Klaus Schmitz-Becker. Abends trifft man sich zum gemeinsamen Essen und zum Austausch. Auch das gehört dazu.

Info Gelegenheit, die Künstler im Werkprozess zu erleben, gibt es beim Tag der Offenen Tür am Sonntag, 9. August, zwischen 12 und 17 Uhr im Atelier, Busch 8, Nettetal-Busch.

(evs)