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Nettetal: Künstlerpaar gestaltet Fensterfront

Ausgefallenes Projekt in Nettetal : Künstlerpaar gestaltet Fensterfront der Werner-Jaeger-Halle

Martina Lückener und Benedikt Burghoff entwerfen im Rahmen eines Residenzprojekts Hinterglasmalereien für die Fensterfront der Werner-Jaeger-Halle.

Noch sind die Fenster der Werner-Jaeger-Halle geheimnisvoll verhüllt. Was sich dahinter verbirgt, verriet das Künstlerpaar Martina Lückener und Benedikt Burghoff bei einem Vorgespräch. Seit fast drei Wochen leben und arbeiten die aus Ost-Bevern kommenden Künstler im Rahmen des Residenzprojektes „air.nettetal“ im Kunstverein in Busch 8. Roger Dick von  Nettekultur hatte die Idee, Künstlern die Werner-Jaeger-Halle, die derzeit saniert wird, für eine künstlerische Intervention zur Verfügung zu stellen. So würde, so Dick, das kulturelle Zentrum Nettetals nach den Negativdebatten um die Sanierung wieder einmal ein positives Image verliehen.

Barbara Schmitz-Becker, Vorsitzende des Kunstvereins, fand in Martina Lückener und Benedikt Burghoff interessierte und engagierte Mitstreiter. Die Beiden lieben es, die Kunst in den öffentlichen Raum und zu Menschen zu bringen, die nicht mit Kunst rechnen, erklärten sie.

Das Künstlerpaar entwickelte für Nettetal eine Hinterglasmalerei, die auf zwei benachbarten Fenstern eine schattenrissähnliche Figur zeigt. Für diese Figur haben die beiden Künstler selbst Modell gestanden und ihre Haltungen fotografiert. Die Silhouetten auf den Fenstern spielen mit dem Kontrast von hell und dunkel, positiv und negativ. Die künstlerische Intervention erlaubt einen dreifachen Blick: einen auf die Figur, einen in die derzeit brachliegende Kulturstätte sowie einen auf die sich in den Fenstern spiegelnde Umgebung. Ein interessantes Spiel mit den Wahrnehmungen wird in Gang gesetzt. Ein Symbol für eine hoffnungsfrohe Zukunft der Werner-Jaeger-Halle wird ins Bild gesetzt.

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Im Ausstellungsraum des Projektraums in Leuth-Busch schließt sich der künstlerische Kreis. Hier zeigen Lückener und Burghoff Monotypien, die ebenfalls auf Fotografien der Fenster basieren, die das Künstlerpaar an der Werner-Jaeger-Halle bearbeitete. Eine ganze Serie schwarz-weißer Blätter ist so entstanden, die ein neues und ungewohntes Licht auf die altbekannte Werner-Jaeger-Halle wirft: mal gut erkennbar, mal mit der Anmutung einer Skizze in japanischer Art, mal vollkommen abstrakt.

Am Samstag, 12. Juni, 20 Uhr wird die Installation an der Werner-Jaeger-Halle, An den Sportplätzen 7, festlich für die Öffentlichkeit enthüllt. Am Sonntag, 13. Juni, 12 Uhr wird die Ausstellung der beiden Künstler im Projektraumkunst in Busch 8, Nettetal eröffnet, um 15 Uhr findet ein Künstlergespräch statt. Hierzu bedarf es einer Anmeldung unter [email protected]