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Nettetal: Kita-Eltern werden bei Gebühren entlastet

Bildung in Nettetal : Kita-Eltern werden bei Gebühren entlastet

Für Eltern in NRW sind ab August die letzten beide Kita-Jahre beitragsfrei. Die Stadt Nettetal erhält für das kommende Kita-Jahr eine Ausgleichszahlung von der Landesregierung.

(hb) Für Kinder im letzten Kita-Jahr vor der Einschulung wurden schon länger keine Elternbeiträge mehr fällig. Ab August kommt ein weiteres beitragsfreies Jahr hinzu. Was Eltern freut, soll die Kommunen nicht zusätzlich belasten. Das Jugendamt Nettetal kann deshalb für das kommende Kita-Jahr mit Ausgleichszahlungen in einer Gesamthöhe von 474.867 Euro rechnen. Das ergab eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion, auf die die SPD Nettetal in einer Pressemitteilung jetzt hinweist. Das letzte Kita-Jahr wurde bereits unter Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) für Eltern kostenfrei, aus dem Landeshaushalt finanziert. Im November 2019 beschloss der Landtag mit der Mehrheit der Regierungsfraktionen von CDU und FDP ein neues Kita-Gesetz. Damit brauchen Eltern kleiner Kinder künftig im vorletzten und letzten Kita-Jahr keine Gebühren mehr zu bezahlen.  Finanziert wird dies mit Bundesmitteln des „Gute-Kita-Gesetzes“ von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD). Dazu hat der Bund mit Landesfamilienminister Joachim Stamp (FDP) einen Vertrag zur Umsetzung des Gesetzes geschlossen.

Renate Dyck, Fraktionsvorsitzende der SPD Nettetal, hält dies für einen wichtigen Zwischenschritt: „Wir wollen die komplette Gebührenfreiheit für die frühkindliche Bildung. Leider ist die SPD die einzige Partei im Landtag, die bereit wäre, dafür auch zusätzliche Landesmittel einzusetzen“, stellt Dyck fest. Kritisch sieht die Ortsvereinsvorsitzende der SPD Nettetal, Tanja Jansen, dass die CDU/FDP-Landesregierung von Eltern in der Corona-Krise anteilig wieder Gebühren verlangen möchte: „Familien müssen in der Corona-Zeit viele Belastungen schultern. Sie sollten sich deshalb nicht auch noch wegen der Kita-Kosten sorgen müssen“, so Tanja Jansen.

(hb)