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Nettetal: In der Alten Kirche wird wieder eine Lesung veranstaltet

Kultur in Nettetal : Wieder eine Lesung der Spielkameraden in der Alten Kirche

Die Spielkameraden treten im September in der Alten Kirche in Lobberich auf und widmen sich in „Am Anfang“ einem existenziellen Thema.

Das Kulturleben in der Alten Kirche beginnt, sich wieder zu regen. Für den 17. September ist eine Lesung geplant. Unter dem Motto „Am Anfang“ wagen sich die Spielkameraden nun doch endlich an ihr neues Programm. „Wir tun dies“, so Fabian Matussek, „mit großer Vorsicht in diesen Tagen; aber eben auch mit etwas Mut“. Bastian Rütten ergänzt: „Übermut verbietet sich in diesen Zeiten in der Tat“. Aus diesem Grund haben die drei Musik- und Literaturbegeisterten (zu denen auch Axel Dammer gehört) sich auch entschlossen, das geplante Programm in der Alten Kirche nun endlich stattfinden zu lassen.

Nach zwei Absagen, die man corona-bedingt vornehmen musste, kann das aktive Trio nun in der „guten Stube“ der Alten Kirche wieder spielen. „Schon vor den Sommerferien gab es einen ersten, vorsichtigen Versuch“, so Bastian Rütten. „Kultur ist in gewisser Weise Lebensmittel“, ist sich Fabian Matussek sicher. In der Alten Kirche war seit dem Lockdown alle Aktivität quasi heruntergefahren. Um so mehr freut es die drei, sowie den Arbeitskreis der Alten Kirche, dass diese Veranstaltung möglich sein wird. „Wir fangen wieder an, wie wir aufhören mussten“, so Axel Dammer. Der Titel „Am Anfang“ steht nun quasi über dieser Zeit der kulturellen Neuanfänge.

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 Das Programm „Am Anfang“ stellt die Erzählung von Bert Moeyaert in den Mittelpunkt. Es geht in der Tat um die Anfänge des Seins, der Welt und des Menschen. Mit diesem Programm, dem dritten der Spielkameraden, nähert sich das Trio wieder musikalisch-literarisch-lyrisch einem existenziellen Thema. „Am Anfang war das Nichts.“, so heißt es im Buch. „Das kannst du dir schwer vorstellen. Du musst alles, was es jetzt gibt, weglassen. Du musst das Licht ausmachen und selbst nicht da sein und dann sogar noch die Dunkelheit vergessen, denn am Anfang war nichts, also auch keine Dunkelheit. Wenn du den Anfang von allem sehen willst, musst du sehr viel weglassen. Auch deine Mutter.“

Bart Moeyaert, 1964 in Brügge geboren, zählt zu den großen europäischen Kinder- und Jugendbuchautoren der Gegenwart. Sein Debüt veröffentlichte er 1983, mit nur 19 Jahren. In seinem Heimatland Belgien vielfach ausgezeichnet, erhielt er 1998 auch den Deutschen Jugendliteraturpreis. Weitere internationale und nationale Preise folgten.

Eingerahmt wird das Herzstück der Lesung von Texten aus der Bibel und aus der Feder von Goethe. Unterbrochen wird die szenische Lesung immer wieder von Musik, die Rütten aus dem Stehgreif am Klavier improvisiert.

Aufgrund der Hygienevorgaben werden unter den geltenden Vorgaben 70 von 200 Plätzen der Kirche vergeben. „So ist ein Abstand möglich, der zusätzlich zu den Vorgaben der „3Gs“ für eine Sicherheit sorgt“, sagt Rütten. Die Spielkameraden spielen am Freitag, 17. September, um 19.30 Uhr. Restkarten gibt es im Internetshop der Alten Kirche unter www.altekirche.info und in der Buchhandlung Matussek.

(hb)