1. NRW
  2. Städte
  3. Nettetal

Nettetal: Human Plus startet direkte Hilfe für die Menschen in Beirut

Aktion von Human Plus aus Nettetal : Direkte Hilfe für die Menschen in Beirut

Human Plus verschifft 48 Tonnen Hilfsgüter für Explosionsopfer in der libanesischen Hauptstadt Beirut. Die neue Hilfsaktion läuft in Kooperation mit „Ein Herz für Kinder“ vom Verein „Bild hilft“.

Am Ostersonntag, am 4. April, sollen die Container mit der Hilfslieferung in Beirut eintreffen. Jetzt wurden insgesamt 48 Tonnen an Lebensmitteln, Babynahrung, Textilien, Spielsachen und Küchenutensilien vom Lager von Human Plus in Lobberich in Container verladen, die anschließend zum Schiff im Hafen von Antwerpen gebracht wurden. Dass eine Handvoll freiwilliger Helfer stundenlang auf die Ankunft des fest zugesagten Sattelschleppers mit Container warten musste, gehört auch zum Alltag von Hilfsaktionen, für die in Nettetal Human Plus steht.

Auf den Paletten sind Packungen mit Mehl, Reis, Tee, Tomatensuppe, Nudeln oder weißen Bohnen gestapelt. Insgesamt sind Waren im Wert von 292.000 Euro zusammen gekommen, meldet Human Plus. Die neue Hilfsaktion läuft in Kooperation mit „Ein Herz für Kinder“ vom Verein „Bild hilft“. Am 4. August 2020 ereignete sich im Hafen von Beirut eine verheerende Explosion. 190 Menschen kamen ums Leben, Tausende wurden verletzt. Das Hafenviertel wurde verwüstet, selbst Häuser in einigen Kilometern Entfernung wurden beschädigt. Wie Anestis Ioannidis, Vorsitzender von Human Plus, berichtet, sei die Situation in der libanesischen Hauptstadt auch heute noch katastrophal. Hinzu komme die Corona-Pandemie, die die Lage der Beiruter Bevölkerung weiter erschwere. 

  • Einige von vielen Spendern und Helfern
    Hilfsaktion auf dem Kapellenplatz : Großer Andrang bei Moria-Spendenaktion
  • Die Aktion pro Humanität aus Kevelaer
    Dienstag auf dem Kapellenplatz : Sammlung in Kevelaer: Lebensmittel für Moria
  • Human Plus brachte erneut Helfer nach
    Engagement von Nettetalern : Schüler halfen Flutopfern in Ahrweiler

Die Menschen im Libanon seien aber nicht vergessen. Ioannidis freut sich, dass viele deutsche Schüler für von der Explosion betroffene Kinder in Beirut gesammelt hätten. Beteiligt waren Kitas und Schulen in München, Hamburg, Berlin, Würzburg, Monheim und Köln. Human Plus hat die deutsche Botschaft in Beirut miteinbezogen, vor Ort wird auf ortsansässige Hilfsorganisationen zurückgegriffen. Der Libanon ist zudem durch die Syrienkrise betroffen. Im Land mit 4,5 Millionen Einwohnern leben laut Auswärtigem Amt 1,5 Millionen Flüchtlinge.

(hb)