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Nettetal: Human plus plant Hilfstransport nach Beirut

Engagement aus Nettetal : Human plus plant schnellen Hilfstransport nach Beirut

Nach dem verheerenden Brand in Beirut sammelt die Nettetaler Hilfsorganisation Human plus Güter und Spenden: Am Mittwoch soll ein Transport auf den Weg geschickt werden, der Babynahrung, Verbandsstoffe und einiges mehr in den Libanon bringt.

Seit Tagen ist Anestis Ioannidis, Vorsitzender von Human plus in Nettetal, dabei, Hilfsgüter für Beirut zu organisieren und Spenden zu sammeln. Bei der Explosion am 4. August im Hafen der libanesischen Hauptstadt sind über 137 Menschen ums Leben gekommen, mehrere Tausend wurden dabei verletzt, hunderttausend sind obdachlos geworden, weil viele Häuser einsturzgefährdet oder nicht mehr bewohnbar sind. Ursache für die verheerende Explosion war ein Brand, der 2750 Tonnen Ammoniumnitrat in einem Hafenspeicher zur Explosion brachte.

Anestis Ioannidis ließ diese Not nicht ruhen. Er hängte sich sofort am nächsten Tag ans Telefon, um eine Hilfssendung nach Beirut zu organisieren. Ursprünglich sollte bereits am vergangenen Freitag ein Sattelschlepper auf die Reise gehen, doch die Kooperationspartner vor Ort baten, noch ein wenig zu warten. So soll jetzt der Transport am Mittwoch los geschickt werden.

Den Großteil der Hilfslieferung macht Babynahrung aus. Geplant sind 48 Paletten. Gewünscht wurden von Kliniken auch gemischte Verbandstoffe für Notfälle, aber auch Hygieneartikel für Inkontinenz. Für die obdachlos gewordenen Menschen geht auch eine Palette mit 648 Tellern nach Beirut. Das war eine Einzelspende. Außerdem wird der Transport noch jede Menge Decken und Textilien mitnehmen. Human plus braucht allerdings noch finanzielle Unterstützung für den Transport und die Kosten für den Zoll im Libanon. Die Kontoverbindung ist der Internetseite www.human-plus.org zu entnehmen.

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Erst Ende Juli schickte Human plus zwei Hilfstransporte los. Einmal nach Syrien, ein weiterer auf die griechische Insel Lesbos. Beide Transporte sind inzwischen längst angekommen, die Hilfsgüter sind nach Angaben von Ioannidis an die Empfänger ausgeteilt worden. Auch die Schulmöbel, die aus einer Grundschule in Grefrath stammen, wurden in das Flüchtlingslager auf der Insel gebracht. Der Unterricht hat aber noch nicht begonnen.