Fördermittel nicht erschöpft Die Stadt Nettetal kann noch Geld für Grün verteilen

Nettetal · Dächer, Fassaden und Schottergärten bepflanzen – dafür gibt es seit April Fördermittel. Hausbesitzer können den Fonds noch anzapfen.

 Mit Steinen versiegelte Vorgärten sieht man bei der Stadt Nettetal nicht so gerne. Ein Förderprogramm unterstützt Begrünungen.

Mit Steinen versiegelte Vorgärten sieht man bei der Stadt Nettetal nicht so gerne. Ein Förderprogramm unterstützt Begrünungen.

Foto: RP/Petra Czyperek

Kies, Schotter oder gar Betonplatten vor der Haustür – solche versiegelten Vorgärten sind Naturschützern ein Gräuel. Wo nichts wächst und sprießt, finden Insekten keinen Lebensraum, kann aber auch Niederschlag nicht gut versickern. Die Stadt Nettetal hätte es gerne anders: Im April startete daher das Programm „Nettetal grünt und blüht“.  Es soll Bürger finanziell unterstützen, wenn sie Schottergärten umgestalten und bepflanzen, Dächer oder Fassaden begrünen oder Bodenflächen entsiegeln. „Bisher liegen acht Anträge zur Bewilligung vor; fünf zur Dachbegrünung und drei zur Flächenentsiegelung“, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage mit. Damit ist das Ende der Fahnenstange aber noch nicht erreicht. Es steht noch Geld zur Verfügung.

Mit den bislang eingereichten Anträgen wurden laut Stadtverwaltung Fördermittel in Höhe von insgesamt rund 11.000 Euro beantragt. Da für das Programm aber insgesamt 30.000 Euro zur Verfügung gestellt wurden, geht noch was. „Es lohnt sich demnach auf jeden Fall, noch eine Maßnahme zu planen und hierfür eine entsprechende Förderung zu beantragen“, rät die Stadtverwaltung. Anträge werden nach der Reihe ihres Eingangs mit der Post bewilligt.

Bezuschusst werden extensive Dachbegrünungen, Fassadenbegrünungen, Schottergartenentsiegelung und Vorgartenbegrünung jeweils mit 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben, maximal aber mit 2000 Euro. Bei einer Flächenentsiegelung werden 25 Prozent der förderfähigen Kosten als Zuschuss gegeben, maximal gibt es aber auch in diesen Fällen 2000 Euro. Bezuschusst werden die Material- und Arbeitskosten sowie die Entsorgung seitens der Stadt Nettetal in der Höhe der Fördersätze und bis zum Höchstbetrag. „Werden die Arbeiten in Eigenregie geleistet, erfolgt die Übernahme der Materialkosten“, heißt es in einem Flyer, den die Stadt aufgelegt hat.  Und: „Ausgenommen von diesem Angebot sind Maßnahmen, die aufgrund öffentlich-rechtlicher Verpflichtung notwendig sind.“

 So könnten die Gärten aussehen, wenn sie mit Hilfe von Zuschüssen umgestaltet werden.

So könnten die Gärten aussehen, wenn sie mit Hilfe von Zuschüssen umgestaltet werden.

Foto: Stephan Seeger

Zu den wichtigen Spielregeln gehört ferner: Loslegen mit der Maßnahme dürfen Antragsteller erst, wenn sie einen Zuwendungsbescheid bekommen haben: Pro Kalenderjahr können zwei Maßnahmen pro Grundstück und pro Antragssteller gefördert werden; die Maßnahmen müssen bis zum 1. Februar 2023 umgesetzt und bis dahin auch die Rechnungen bei der Stadt Nettetal eingereicht werden.

Wer jetzt noch etwas aus dem Fördertopf bekommen will, kann ein Antragsformular bei Verwaltungsmitarbeitern des Fachbereiches Stadtentwicklung und Stadtplanung bekommen oder es sich auf den Internetseiten der Stadt unter www.nettetal.de in der Rubrik „Umwelt und Klima“ und dort unter „Förderprogramme“ herunterladen.

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