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Nettetal: Firmen aus Kaldenkirchen und Straelen helfen im Ahrtal

Unternehmen aus Nettetal : Firmen aus Kaldenkirchen und Straelen helfen im Ahrtal

Zahlreiche Landwirte und Unternehmen vor Ort engagieren sich in der Hilfe für die überfluteten Gebiete im Ahrtal. So auch die Firma Leven Nutzfahrzeuge aus Kaldenkirchen, die einen Kran und einen Unterlieger zur Verfügung stellte.

Viele Jahre lang versorgte das Aggregat, mit Öl betrieben, Rosen auf einer Fläche von 8000 Quadratmetern mit Wärme und Licht. „Jetzt brauche ich es nicht mehr, meine Frau und ich gehen in Rente“, sagt der Straelener Gärtner Peter Janssen. Doch der Stromerzeuger hat noch nicht ausgedient. Am Montag ging das 384-Kilowatt-Gerät in Richtung Süden – in die Gemeinde Mayschoß im von der Hochwasserkatastrophe schwer getroffene Ahrtal. Die Berichte aus den Hochwassergebieten hatten Janssen schnell klar gemacht, wer das schwere Aggregat ganz dringend gebrauchen könnte: die Menschen in den Krisengebieten.

Doch zunächst lief Janssens Hilfsangebot ins Leere. Auf seine erste Nachfrage bekam er zur Antwort, das Stromaggregat würde nicht mehr benötigt, was er sich kaum vorstellen konnte. Per Zufall kam er mit Maria Trösser ins Gespräch, die schon Benefizaktionen für die Flutgebiete gestartet hatte. Auf Facebook-Videos von Landwirten und Handwerkern verfolgt sie  schon seit Wochen, was sich dort abspielt. Und deswegen konnte auch sie die Ablehnung des Hilfsangebots nicht nachvollziehen. Sie kontaktierte die Helfer, die sie bei einem Besuch vor drei Wochen kennengelernt hatte. Und von denen fiel die Rückmeldung ganz anders aus: Das Aggregat werde gerne angenommen, hieß es.

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Unverzüglich ging Maria Trösser daran, den Transport zu organisieren. Auf Facebook startete sie einen Aufruf nach schwerem Gerät für das Verladen des zehn Meter langen und etwa zehn Tonnen schweren Schiffscontainers samt Aggregat. Von Leven Nutzfahrzeuge aus Kaldenkirchen kamen Kran und Auflieger. Der Kran hievte den Container auf den Auflieger. Pascal Ziemes kletterte ins Fahrerhaus. Normalerweise fährt er für die Spedition Raeth. Jetzt fährt er ehrenamtlich für die Flut-Nothilfe.  In Mayschoß sind ein Restaurantgebäude am Bahnhof und eine Bahnhaltestelle so isoliert, dass normalerweise erst ab Januar mit einem Stromanschluss zu rechnen ist. Dank der Hilfe aus Straelen passiert das jetzt rund fünf Monate früher.